Archiv der Kategorie: Magazin

Bulimie behandeln | Ursachen, Symptome, Therapie und Spätfolgen

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Die Bulimie ist eine der erschreckendsten psychischen Erkrankungen unserer Zeit. Vielfach skandalisiert, umschließt die meisten Bulimiker/innen gleichzeitig Einsamkeit und Isolation. Kaum jemand von ihnen, zu 95 Prozent Frauen, hat Mitwisser/innen im Freundes- oder Familienkreis. Nur wenige durchbrechen in Therapien und Online-Blogs ihr Geheimnis. Immer aber können sie sich an das „erste Mal“ ihrer Ess-Brechsucht erinnern: den Versuch, das in sich Hineingefressene aus ihrem Körper hinaus zu manipulieren, verbunden mit der Frage: Wann ist alles draußen? An die kurze Euphorie danach, die Erschöpfung und den Wiederholungszwang… Bulimie behandeln | Ursachen, Symptome, Therapie und Spätfolgen weiterlesen

Sozialpsychiatrischer Dienst – Überblick über Tätigkeit und Anlaufstellen

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Berlin, Hamburg, München… – in jeder großen Stadt gibt es Hilfe

Die meisten Menschen wissen nicht, was ein sozialpsychiatrischer Notdienst ist. Gleichwohl kann es im Leben eines jeden seelische Ausnahmesituationen oder Krisen geben. Gegebenenfalls müssen dann die sozialpsychiatrischen Dienste (SPD bzw. SPDi) in Anspruch genommen werden.

Ein plötzlicher Todesfall oder eine nicht verarbeitete Trennung können Menschen binnen kurzer Zeit in seelische Ausnahmezustände katapultieren. Meist sind es dann besorgte Nachbarn, Freunde oder Verwandte, die den sozialpsychiatrischen Notdienst einschalten. Dieser ist rund um die Uhr erreichbar. Solche Dienste sind dazu da, beratend oder begleitend in psychischen Krisen und Notfällen aktiv zu werden.

Notdienste sind auch im Vorfeld einer erwartbaren oder wiederholt auftretenden seelischen Krise ansprechbar. Auch die Nachsorge von Menschen mit Psychiatrieerfahrung obliegt den Sozialpsychiatrischen Diensten. Sozialpsychiatrischer Dienst – Überblick über Tätigkeit und Anlaufstellen weiterlesen

Rhodiola rosea: Rosenwurz als Mittel gegen leichte bis mittlere psychische Probleme?

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Menschen, die Extrakte mit Rosenwurz im Internet kaufen, zahlen dafür meist einen überhöhten Preis. Die Werbung behauptet, Rosenwurz Extrakt (Rhodiola rosea) sei ein bewährtes Heilmittel. Dieses soll gegen leichte und mittelschwere Depressionen, Angstzustände, Stressfolgen oder Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren hilfreich sein. Auch Krankheitsbilder wie Bluthochdruck, Burn-out oder Parkinson sollen damit behandelbar sein.

Hergestellt werden Rhodiola-Präparate aus den Wurzeln der gleichnamigen Pflanze. Die zerriebenen Wurzeln duften intensiv nach Rosen. Tatsächlich sind die oben beschriebenen und andere Heilwirkungen in Studien ermittelt worden. Auch die Volksmedizin kennt ähnliche Indikationen und Heilwirkungen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge beeinflusst Rhodiola die Ausschüttung von Dopamin und Serotonin. Noch liegen aber keine ausreichend verlässlichen Daten vor, die eine Zulassung von Rosenwurz-Präparaten als mildes Antidepressivum oder Anxiolytikum gerechtfertigt hätten. Rhodiola rosea: Rosenwurz als Mittel gegen leichte bis mittlere psychische Probleme? weiterlesen

Appetitlosigkeit (als Symptom psychischer Erkrankungen)

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Leiden Sie seit längerem an Appetitverlust? – Hin und wieder an einem Mangel an Appetit zu leiden, ist an sich nicht schlimm. Das passiert jedem Menschen hin und wieder. Anders ist es aber, wenn der Appetitmangel zu einem dauerhaften Symptom wird. Im Rahmen einer Depression, durch einen stressbedingten Burn-out, Angsterkrankungen oder eine anderen psychische Erkrankung kann Appetitlosigkeit auf zunehmende Lethargie oder innere Leere hinweisen. Es mangelt an Interesse für das Essen.

Laut ICD10 F43.0 kann bei anhaltender Appetitlosigkeit eine akute Belastungsreaktion vorliegen. Im ICD10 F43.1 wird eine posttraumatische Belastungsstörung definiert. Auch bei solchen Störungen kann ein anhaltender Appetitmangel eine Folge sein. Dieser wird jedoch erkennbar durch weitere Beschwerden begleitet. Auf jeden Fall ist es wichtig, möglichst zeitnah nach den Ursachen der Appetitlosigkeit zu forschen. Appetitlosigkeit (als Symptom psychischer Erkrankungen) weiterlesen

Komorbidität – was heißt das? Und: Komorbiditäten psychischer Erkrankungen

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Bei manchen psychischen Erkrankungen – aber auch bei Erkrankungen, die nicht in diesen Bereich fallen – kennen die Mediziner sogenannte Komorbiditäten. Per Definition sind damit bestimmte Folge- bzw. Begleiterkrankungen gemeint, die im Zuge einer anderen Erkrankung häufiger auftreten. Bei einer Borderline Erkrankung oder einer Zwangsstörung treten beispielsweise häufig auch andere psychische Störungen oder körperliche Krankheiten auf. Dass es hier Zusammenhänge gibt, belegen neue Studien. Komorbidität – was heißt das? Und: Komorbiditäten psychischer Erkrankungen weiterlesen

Introvertiert / Introversion / Introvertiertheit

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Wenn jemand introvertiert ist, ist er das Gegenteil von extrovertiert. Zurückhaltende Personen behalten ihre Gefühle für sich. Sie wirken in sich zurückgezogen und beziehen sich meistens auf sich selbst. Ein extrovertierter Mensch agiert nach außen. Er strahlt Selbstsicherheit aus. Extrovertierte Personen lieben es, sich in Gesellschaft zu produzieren.

Eine Definition von Introversion / Introvertiertheit beschreibt eine nach innen gerichtete Persönlichkeit. Der Definition nach ist ein Mensch, der extravertiert ist, ein nach außen agierender Mensch. Als Synonym für solche Menschen wird fälschlicherweise auch der Begriff „extrovertiert“ benutzt.

Extrovertiertheit wird per Definition mit Eigenschaften wie Kontaktfreude, Abenteuerlust oder Offenheit in Verbindung gebracht C. G. Jung hat diese beiden Begriffe erstmals in dieser Bedeutung benutzt. Er wollte damit verschiedene Persönlichkeitstypen unterscheiden. In einem Test würden aber viele Menschen als Mischtypen dieser beiden Typen gelten. Introvertiert / Introversion / Introvertiertheit weiterlesen

Bedeutung der Diagnose F43.0g laut ICD 10

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Was genau meinen Diagnose-Angaben F43 0, ICD F43.0 respektive F43.0g? – Es handelt sich um den ärztlichen Schlüssel für die Diagnose einer psychischen Erkrankung. Um den Hintergrund zu verstehen, muss kurz etwas ausgeholt werden:

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges suchte man die Kriterien für die Erfassung psychischer Störungen weltweit zu standardisieren. Maßgeblich bis heute ist dabei die „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“ (ICD), die seit ihrer sechsten Ausgabe von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben wird. Seit der Version von 1948 enthält der ICD ein eigenes Kapitel über psychische Störungen, die in Codes aufgegliedert sind. Inzwischen wurde das ICD-10 veröffentlicht (2016), das ICD-11 ist derzeit in Vorbereitung.

Ein zweiter wichtiger Kriterienkatalog ist das „Diagnostic and Statistic Manual of Mental Disorders“ (DSM) der „American Psychiatric Association“, das seit 1952 in den USA herausgegeben wird. Aktuell ist das DSM-V von 2013 verbindlich. In Europa ist das DSM allerdings nicht gültig.

Die beiden Standardwerke sind zwar verbindlich, jedoch nicht unumstritten, zumal die offizielle Neuaufnahme von psychischen Störungen in die beiden Kataloge per Akklamation (per Handzeichen) durch die anwesenden Mitglieder erfolgt und diesen oft genug Interessenkonflikte vorgeworfen werden. In Deutschland ist die Nutzung der Codes und Diagnosen des ICD seit dem Jahr 2000 für alle Ärzte Pflicht.

Wie ist das ICD gegliedert?

Kennzeichen für den Kriterienkatalog des ICD 10/ICD10 ist die Verschlüsselung in bis zu 5-stelligen Codes, die aus Buchstaben- und Zahlenkombinationen bestehen: So steht das übergeordnete Kapitel „F“ etwa für psychische und Verhaltensstörungen (F00 – F99). Die folgenden Nummern spezifizieren diese Störungen näher.

Wenn ein Arzt eine Diagnose stellt, verwendet er diesen Code, um einen weltweit einheitlichen Standard zu gewährleisten. Wenn von F43 0 etwa gesprochen wird, dann ist die Rede von einer „akuten Belastungsreaktion“. Bedeutung der Diagnose F43.0g laut ICD 10 weiterlesen

Zahnarztphobie: Wie sich Zahnärzte auf Angstpatienten einstellen

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Es gibt wohl nur sehr wenige Menschen, die wirklich gern zum Zahnarzt gehen: Die meisten empfinden einen Zahnarzttermin eher als unangenehm und viele haben auch Angst vor dem Zahnarzt – gerade wenn zu befürchten steht, dass der Zahnarzt “bohren” muss. Diese normale Zahnbehandlungsangst führt oft auch dazu, dass man den Zahnarztbesuch unnötig lange vor sich her schiebt oder kurzfristig absagt, bevor man sich letztlich doch dazu überwindet.

Daneben gibt es jedoch auch die krankhafte Zahnbehandlungsphobie, die auch als Dentalphobie, Dentophobie, Oralphobie oder Odontophobie bezeichnet wird. Sie kann so stark sein, dass Betroffene den Zahnarztbesuch über Jahre aufschieben  – auch wenn sie bereits unter starken Zahnschmerzen und anderen Zahnproblemen leiden. Zahnarztphobie: Wie sich Zahnärzte auf Angstpatienten einstellen weiterlesen

Valdoxan mit Agomelatin als Arzneiwirkstoff – Antidepressivum mit melatonerger Wirkung

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Erfahrungen zu Valdoxan und Agomelatin im Blickpunkt

Valdoxan ist ein Arzneimittel, das als Wirkstoff 25 Milligramm Agomelatin je Filmtablette enthält und gegen „Major Depression“, also gegen Depressionen und depressive Verstimmungen verschrieben wird. Valdoxan wird vom zweitgrößten französischen Pharmahersteller Les Laboratoires Servier (Servier) hergestellt. Das Arzneimittel wurde 2009 von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) im zweiten Anlauf zugelassen, nachdem der Erstantrag des Herstellers Servier 2006 abgelehnt wurde (Wiki).

Der Wirkstoff Agomelatin gehört zur Gruppe der 5HT2C-Antagonisten mit melatonerger Wirkung. Das bedeutet, dass der Arzneiwirkstoff Serotonin-Rezeptoren 5HT2C im Gehirn besetzen kann und sich die gewünschte Erhöhung der Konzentration des Neurotransmitters Serotonin bei der Signalübertragung einstellt. Weil Agomelatin gleichzeitig aber auch als Agonist, also Stimulierer der Melatonin-Rezeptoren MT1 und MT2 wirkt, wird die Wirksamkeit des „Schlafhormons“ Melatonin gefördert, so dass auch ein gesunder Schlaf mit gesundem Schlafrhythmus unterstützt wird. Valdoxan mit Agomelatin als Arzneiwirkstoff – Antidepressivum mit melatonerger Wirkung weiterlesen

Paartherapie | Gründe, Ablauf und Kosten für eine Therapie bei Paartherapeuten

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Wenn die Partner sich auseinanderleben, keinen Zugang mehr zu dem anderen finden und/oder die sexuelle Anziehung nachlässt, ist professionelle Hilfe nötig. Oft sind es Frauen, die ein Gespür dafür haben, wenn ihre Beziehung einfach nicht mehr funktioniert und den Impuls für eine Paartherapie geben, um die Beziehung zu retten. Unstimmigkeiten in der Beziehung müssen nicht gleich zur Trennung führen, wenn beide Partner bereit sind, daran zu arbeiten. Eine Paartherapeutin /ein Paartherapeut kann zwar keine Krise beseitigen, aber durchaus einem Paar helfen, sich besser zu verstehen und wieder zueinander zu finden. Paartherapie | Gründe, Ablauf und Kosten für eine Therapie bei Paartherapeuten weiterlesen

Diagnose F43.1 laut ICD 10 – verstehen und behandeln

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Wenn jemand eine Diagnose mit der Bezeichnung „F43.1“ gemäß ICD 10 in den Händen hält, leidet er an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Dabei handelt es sich um eine Reaktion auf ein erlebtes Trauma. Das Trauma kann einmalig und schockartig eingetreten sein. Belastungsstörungen können jedoch auch aufgrund einer andauernden Traumatisierung entstehen. Diagnose F43.1 laut ICD 10 – verstehen und behandeln weiterlesen

Nächtliches Zähneknirschen – ein Symptom von Ängsten und Sorgen?

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Nächtliches Zähneknirschen – von Medizinern auch als Bruxismus bezeichnet – wurde lange Zeit auf eine Fehlstellung des Gebisses zurückgeführt. In der Folge konzentrierte sich die Behandlung auf zahnmedizinische Maßnahmen, die im besten Fall zu einer Reduktion der Symptome führten, die Ursachen des Zähneknirschens aber außer acht ließen. Inzwischen ist bekannt, dass das zentrale Nervensystem eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Bruxismus spielt: Es steuert Impulse, die zu unwillkürlichen Kontraktionen der Kaumuskulatur führen. Stress, Angstzustände und hohe psychische Belastung führen zu Spannungszuständen, die diese Impulse auslösen – sie sind somit mögliche Verursacher von nächtlichem Zähneknirschen. Aus dieser Erkenntnis ergeben sich für Betroffene neue Behandlungsansätze. Nächtliches Zähneknirschen – ein Symptom von Ängsten und Sorgen? weiterlesen

Angst vor dem Alleinsein und Einsamkeit – verstehen, damit umgehen, therapieren

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Vor mehr als zweitausend Jahren entwickelte der griechische Gelehrte Aristoteles den Begriff des Zoon politikon. Der Fachbegriff Zo­on po­li­ti­kon beschreibt den Menschen als ein auf Gemeinschaft ausgerichtetes Wesen. Heute gilt es als selbstverständlich, dass Menschen nicht gern allein sind. Das soziale Wesen hat den Status einer anthropologischen Konstante. Doch was ist, wenn Menschen eine so große Angst vor dem Alleinsein entwickeln, dass sie gar nicht mehr allein sein können? Angst vor dem Alleinsein und Einsamkeit – verstehen, damit umgehen, therapieren weiterlesen

Krankhafte Ängste – ein ausführlicher Überblick.

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„Angst ist für das Leben unverzichtbar“, konstatierte die jüdisch deutsch-amerikanische Publizisten Hannah Arendt (1906-1975), die die Gestapo während der Zeit des Nationalsozialismus kurzzeitig inhaftiert hatte (1). Furcht dient dem Menschen als Warnsystem, das ihn einerseits davor bewahrt, sich in Gefahr zu begeben, und ihn andererseits in bedrohlichen Situationen nach Fluchtwegen suchen lässt.

Schon vor Millionen von Jahren kannten unsere Vorfahren dieses bange Gefühl, das sie überkam, wenn sie beispielsweise einem aggressiven Bären gegenüberstanden. Also dachten sie über Mittel und Wege nach, sich vor wilden Tieren zu schützen, um überleben zu können.

Eine andere Facette aufgewühlter Besorgnis greift folgendes Zitat von Erich Kästner (1899-1974) auf: „Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.“ (1) Es bedarf also nicht immer eines realen Anlasses für innere Unruhe, sondern allein die Vorstellungskraft reicht aus, um den Menschen in Panik zu versetzen.

Angst kann sowohl ein guter als auch ein schlechter Berater sein. So ist es beispielsweise sinnvoll, sich nach einem Stadtbummel oder einer Bahnfahrt die Hände zu waschen, um das Risiko einer Ansteckung durch Viren oder Bakterien zu minimieren (vgl. Bacteriophobie). Es gibt aber auch Fälle von krankhaften Putzzwängen, deren Auslöser übertriebene und unrealistische Ängste vor der Kontamination mit vermeintlich verunreinigten Gegenständen sind.

Laut Statistik leiden 25 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben unter Angststörungen. Mit 12,5 Prozent steht extreme Schüchternheit (≠ Introvertiertheit) an erster Stelle, knapp gefolgt von der Furcht vor Dingen oder Tieren (2).

Doch wie lässt sich feststellen, ob sich die eigenen Ängste in einem psychisch unauffälligen Rahmen bewegen oder ins Krankhafte abzudriften drohen beziehungsweise bereits pathologische Züge angenommen haben?

  • Gibt es hierfür spezielle Tests oder Kriterien?
  • Welche praktischen Tipps helfen Menschen, ihre tief sitzende Verunsicherung zu überwinden?

Umfassende Antworten auf Fragen rund um diesen Themenkomplex bietet der folgende Text. Krankhafte Ängste – ein ausführlicher Überblick. weiterlesen

Taphephobie (Taphophobie) – Angst vor Friedhöfen / lebendig begraben zu werden

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Was ist das – Taphephobie (Taphophobie)?

Der Begriff der Taphephobie respektive Taphophobie taucht in Erklärungen in zweiterlei Ausprägung auf: Als Angst vor Friedhöfen sowie im Kontext der Angst, lebendig begraben zu werden. Doch lesen Sie selbst!

Die Angst lebendig im Sarg zu liegen?

Taphephobie war vor allem in früheren Zeiten, in denen es noch keine moderne Medizin hab, sehr weit verbreitet. Zu Recht! Denn damals war es tatsächlich keine völlige Seltenheit, dass jemand lebendig begraben wurde. Oftmals waren Menschen „scheintot“, lagen vielleicht im Koma oder schliefen nach dem Gebrauch von Rauschmitteln sehr lange und erkalteten dabei. Fälschlicherweise begrub man sie.

Dass die Menschen gar nicht wirklich tot waren, erkannte man schließlich bei Umbettungen, da sah man dass manche Skelette verdreht dalagen oder man fand Kratzspuren an den Sargdeckeln. Der Tod im Sarg trat meistens durch qualvolles Ersticken ein. Taphophobie ging im Mittelalter durch alle Gesellschaftsschichten. Hans Christian Andersen zum Beispiel schlief nur mit einem Zettel neben dem Bett, auf dem „Ich bin nur scheintot“ stand. Taphephobie (Taphophobie) – Angst vor Friedhöfen / lebendig begraben zu werden weiterlesen

Angst vor langen Wörtern (Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie) – ein Fake, um sich über Phobien lustig zu machen?!

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Ob die Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie als Angst vor langen Wörtern tatsächlich eine Phobie ist oder nicht, ist nicht eindeutig zu klären. In den meisten Einträgen im Internet machen sich die Schreiber darüber lustig. Vermutlich ist das auch berechtigt. Dem Anschein nach handelt es sich nicht um eine echte Angsterkrankung. Angst vor langen Wörtern (Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie) – ein Fake, um sich über Phobien lustig zu machen?! weiterlesen

Trypanophobie – Angst vor Spritzen und Injektionen

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Die Trypanophobie – eine panische Angst vor Spritzen und Injektionen – ist weiter verbreitet, als viele Menschen meinen. Die umgangssprachliche „Spritzenangst“ oder „Spritzenphobie“ betrifft Kinder ebenso wie erwachsene Menschen. Diese sind nicht in der Lage, ihre panische Angst vor einer Injektion zu kontrollieren. Sie lassen sich lieber vom Zahnarzt Schmerzen zufügen oder verzichten auf den Schutz einer Impfung. Trypanophobie – Angst vor Spritzen und Injektionen weiterlesen

Die Angst vor der Angst bekämpfen und besiegen

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Ein gewisses Maß an Angst gehört zum Leben. Selbst ein so risikobereiter Bergsteiger wie Reinhold Messner kennt Ängste. Er hat sich aber niemals von seinen Ängsten an etwas hindern lassen, was ihm wichtig war. Messner hatte genügend Respekt vor der Angst. Aber er trat am Berg an, um sie zu überwinden. Hätte am Berg jemals die Angst vor der Angst oder eine Erwartungsangst eine Rolle gespielt, wäre der österreichische Bergsteiger vermutlich nicht so erfolgreich gewesen. Denn Angst blockiert. Sie wächst an, wenn man sie nicht rechtzeitig kontrolliert. Es kommt in der Folge mangelnder Kontrolle zu einer Angsterkrankung (vgl. Angsterkrankungen Ursachen), in der die Betroffenen sich vollkommen verlieren können. Sie erleben mit der ersten Panikattacke einen gefühlten Kontrollverlust, der ihnen noch mehr Angst macht. Die Angst vor der Angst bekämpfen und besiegen weiterlesen

Methatesiophobie / Erfolgsangst – Die Angst vor dem Erfolg

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Methatesiophobie – Was ist das, Erfolgsangst?

Haben Sie schon einmal von Methatesiophobie gehört? Nein? Aber möglicherweise gehören Sie selbst, ein Angehöriger oder ein Bekannter zu den Betroffenen. Der Begriff klingt zunächst sperrig, bedeutet aber de facto Erfolgsangst. Dies kann sowohl die berufliche als auch die private Ebene betreffen. Genauer gesagt, handelt es sich dabei um eine Angst, die deswegen auftritt, weil Erfolg auch Veränderung beinhaltet. Einschneidende Veränderungen haben das Potenzial, bei uns Menschen Angst auszulösen, weil das Gewohnte, das bisher (vermeintliche) Sicherheit geboten hat, abgelöst wird vom Unbekannten, das viel Ungewissheit beinhaltet; siehe auch Angst vor Veränderung. Methatesiophobie / Erfolgsangst – Die Angst vor dem Erfolg weiterlesen

Nomophobie – Angst ohne Handy bzw. Mobiltelefonkontakt zu sein

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Angst ohne Handy zu sein?!

Nomophobie bezeichnet die Angst davor, mit dem Mobiltelefon nicht mehr erreichbar zu sein. Der Begriff kommt von dem englischen Nomophobia, das eine Abkürzung für No-Mobile-Phone-Phobia darstellt. Die Betroffenen haben Angst davor, ihre Kontaktmöglichkeiten mit dem Handy zu verlieren, sei es durch keinen Empfang, einem leeren Akku oder einem beschädigten Gerät. Diese Angst davor, nicht erreichbar zu sein, ist ein recht neues Phänomen, das zudem nicht unbedingt auf das Handy beschränkt sein muss, sondern auch für andere Kommunikationsgeräte gelten kann wie Tablet oder PC. Die Nomophobie und die Angst ohne Mobiltelefonkontakt zu sein – sie überschneidet sich mit der Handysucht sowie der Internetsucht. Nomophobie – Angst ohne Handy bzw. Mobiltelefonkontakt zu sein weiterlesen

Siderodromophobie – Angst vor Zügen, Zugreisen oder Schienen

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Die Siderodromophobie bezeichnet die Angst vor Zügen, Zugreisen oder Schienen. Die Betroffenen leiden unter einer Vielzahl von Symptomen, wenn sie eine Zugreise antreten müssen, vielen ist die Reise im Zug oder die kurze Fahrt in der Straßenbahn einfach zu viel.

Die Siderodromophobie in der Ausprägung als Angst vor Schienen geht teilweise so weit, dass das Überkreuzen von Schienen nicht mehr möglich ist.

Symptome der Angststörung sind: Siderodromophobie – Angst vor Zügen, Zugreisen oder Schienen weiterlesen

Die Angst, egoistisch zu sein

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Viele Dinge haben zwei Seiten – das gilt auch für Egoismus und die Angst egoistisch zu sein. Zum Beispiel kann ein Riesen-Ego schädliche Verhaltensweisen erzeugen. Auf der anderen Seite ist gesunde Selbstliebe eine annehmbare Form, egoistisch zu sein (siehe unseren Artikel Selbstliebe entwickeln). Sie darf ohne Schuldgefühle gelebt werden. Ichbezogenheit ist also nicht immer negativ zu bewerten.

Angst vor Egomanie kann berechtig sein, aber auch einen Krankheitswert annehmen. Letzteres ist der Fall, wenn die Angst vor zu viel Selbstliebe alles andere dominiert und körperliche Symptome sowie Rückzugsverhalten auslöst. Die Angst, egoistisch zu sein weiterlesen

Herpetophobie – Angst vor Eidechsen, Reptilien, kriechenden und krabbelnden Tieren

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Angst vor kriechenden Tieren und krabbelnden Reptilien

Eidechsen, Reptilien, Schlangen oder kriechende und krabbelnde Tiere wie Spinnen: Bei der Herpetophobie (von altgriech. herp = Kriechendes, Reptil) handelt es sich um eine spezifische Angststörung (Angsterkrankung), bei der Betroffene unter einer extremen Angst vor den genannten Tieren leiden. Im engeren Sinne bezeichnet die Herpetophobie auch die Angst vor Schlangen. Es gibt dabei interessante psychologische Erklärungsansätze, wie solche Phobien entstehen (siehe Phobien Definition) und was die Ursachen dafür sind.

Wie kann ich erkennen, ob ich unter einer Herpetophobie leide?

Herpetophobie – Angst vor Eidechsen, Reptilien, kriechenden und krabbelnden Tieren weiterlesen

Angst vor Verantwortung – keine Krankheit, aber ein Problem

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Angst vor Verantwortung hat keinen Krankheitswert. Sie zeigt aber eine Flucht vor gesundem Verhalten an. Ohne Verantwortung für die eigenen Gefühle, Gedanken oder Handlungen zu übernehmen, lassen Menschen sich von Neurosen, Meinungen oder Hass treiben. Wer vor der Verantwortung flüchtet, eine Familie zu gründen oder ein Kind in die Welt setzt, ohne anschließend Sorge für dessen Aufwachsen zu tragen, ist weder erwachsen noch fürsorglich.

Selbstbestimmtheit und Freiheit zu erleben, kann niemals bedeuten, verantwortungslos zu sein und sich nicht um die Rechte und Bedürfnisse anderer zu kümmern. Die eigene Freiheit endet da, wo die anderer beginnt. Die eigenen Bedürfnisse sind nie wichtiger als die Bedürfnisse anderer.

Was bedeutet Verantwortung eigentlich?

Wer den ausführlichen Wikipedia-Artikel über Verantwortung liest, kann einiges darüber lernen. Doch so gewichtige Artikel können auch abschrecken. Interessant ist jedoch der Blick auf das alltägliche Leben. Dieses fordert den Menschen täglich ab, Verantwortung zu übernehmen. Viele empfinden das als schöne Aufgabe. Diese kann gelegentlich auch eine Belastung darstellen. In diesem Fall kann jeder Teile der Verantwortung abgeben – zum Beispiel in professionelle Hände. Niemand muss mehr Verantwortung übernehmen, als ihm zumutbar ist. Angst vor Verantwortung – keine Krankheit, aber ein Problem weiterlesen

Krankhafter Kontrollzwang | Kontrollzwänge verstehen, lindern, überwinden

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Wer wissen will, wie man Kontrollzwänge überwinden kann, muss erst einmal verstehen, was ein Kontrollzwang ist. Welche Symptome und Ursachen vorliegen, und wie es um die Diagnostik von Zwangsstörungen steht. All das will dieser Artikel beleuchten. Krankhafter Kontrollzwang | Kontrollzwänge verstehen, lindern, überwinden weiterlesen

Photophobie – Bist du lichtscheu; hast du Angst vor Licht?!

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Wenn „lichtscheu sein“ zur Angststörung geworden ist…

Die Photophobie – die ausgeprägte Angst vor Licht – ist in den seltensten Fällen auf eine echte Angsterkrankung oder Phobie zurückzuführen (vgl. Definition Phobie). Vielmehr entsteht die Lichtscheuheit meist durch eine krankheitsbedingt erhöhte Lichtempfindlichkeit der Augen. Das hat zur Folge, dass sich die Betroffenen bevorzugt in Räumen mit zugezogenen Gardinen aufhalten und das Tageslicht meiden. Sie tragen wegen starker Beschwerden auch in der Wohnung Sonnenbrillen und vermeiden es, bei einsetzender Dunkelheit eine Lampe anzumachen. Photophobie – Bist du lichtscheu; hast du Angst vor Licht?! weiterlesen

Bilderangst / Ikonophobie – keine psychische Störung, Angsterkrankung o.ä.

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Was ist Ikonophobie?

Bei Ikonophobie (Bilderangst) handelt es sich um einen Begriff aus den Wissenschaften der Antike und der Religion. Hiermit ist gemeint, dass Bilder aus wissenschaftlicher/philosophischer Perspektive und aus religiöser Sicht abgelehnt werden. Woher diese Bilderangst genau stammt und was die Ursachen dafür sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Bilderangst / Ikonophobie – keine psychische Störung, Angsterkrankung o.ä. weiterlesen

Gymnophobie – Angst vor eigener oder fremder Nacktheit

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Über die Angst nackt zu sein oder andere nackt zu sehen

Psychologen kennen vielerlei verschiedene Angststörungen. Eine spezifische Angststörung ist dabei die Gymnophobie, die Angst vor der eigenen oder vor fremder Nacktheit (von altgriech. gymnós = nackt). Es ist dabei schwierig festzustellen, wie viele Menschen insgesamt an dieser Angststörung leiden (die Psychologie spricht hierbei von Prävalenzraten), da es sich um eine nahezu unbekannte und deswegen auch oft unerkannte Angststörung handelt.

Lesen Sie hier alles darüber, was Gymnophobie ist, wie sie sich äußert und welche Behandlungsmöglichkeiten existieren. Gymnophobie – Angst vor eigener oder fremder Nacktheit weiterlesen