Archiv der Kategorie: Magazin

Kinder- und Jugendpsychiatrie – Was macht man dort, wann und wie?

Auch Kinder und Jugendliche bis zu achtzehn – bzw. je nach Einrichtung bis zu 21 Jahren – haben seelische Befindlichkeitsstörungen. Erschreckend viele Kinder und Heranwachsende tragen unlösbare innere Konflikte mit sich aus. Immer mehr Jugendliche leiden unter psychischen Störungen oder Süchten wie der Computer- oder Spielsucht.

In der Jugendpsychiatrie werden sowohl psychosomatische und psychische Störungen, als auch neurologische, entwicklungsbedingte oder soziale Störungen thematisiert und behandelt. Zum Beispiel kann ein Kind durch eine manisch-depressive Mutter oder die schmutzige Scheidung der Eltern in eine seelische Krise geraten und Auffälligkeiten zeigen. Es kann zu Aggressionen und Autoaggression neigen, Angststörungen oder einen Tick entwickeln. Kinder- und Jugendpsychiatrie – Was macht man dort, wann und wie? weiterlesen

Schulangst | Was tun, wenn die Angst vor der Schule zum Problem wird?

Die Schulzeit macht einen wichtigen Teil im Leben von Kindern und Jugendlichen aus. Während die meisten Kinder sich vor dem Schuleintritt noch sehr auf die Schule freuen, kann das Bild auch völlig anders aussehen. Von Schulangst spricht man, wenn der Gedanke an die Schule oder der Besuch der Schule selbst aus ganz unterschiedlichen Gründen für Kinder und Jugendliche so negativ besetzt ist, dass gravierende psychosoziale und gesundheitliche Folgen für die Betroffenen drohen. Schulangst | Was tun, wenn die Angst vor der Schule zum Problem wird? weiterlesen

Psychosomatische Kliniken: Was macht man dort, und wie?

Psychosomatische Therapie, Behandlung und Rehabilitation – Was erwartet mich in einer psychosomatischen Klinik?

Psychosomatik – Was ist das?

Will man verstehen, was im Allgemeinen der Ansatz psychosomatischer Kliniken ist, ist zunächst zu klären, was unter dem Begriff Psychosomatik zu verstehen ist. – Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern „psyche“ (Seele) und „soma“ (Körper). Betrachtet werden die Wechselwirkungen zwischen sozialen Bedingungen, körperlichen Prozessen und den psychischen Bewältigungsfähigkeiten eines Menschen im gesunden und im kranken Zustand. Insofern handelt es sich um ein ganzheitliches Konzept der Behandlung, das den Menschen als komplexe Einheit aus Seele, Körper und Geist sieht.

Dabei verbringen Betroffene einige Wochen im stationären Rahmen in einer psychosomatischen Klinik. Im Gegensatz zur Psychiatrie (vgl. Einweisung Psychiatrie) liegt der Schwerpunkt der Therapie bei der Psychosomatik nicht auf Medikamenten, sondern auf Ansätzen wie der Gesprächstherapie, der Ergotherapie etc. Dies liegt daran, dass die Psychiatrie im Gegensatz zu psychosomatischen Kliniken immer noch vorwiegend einen biologistischen Ansatz verfolgt und davon ausgeht, dass seelische Schwierigkeiten auf Abweichungen im Gehirnstoffwechsel zurückzuführen sind (siehe u.a. Serotonin, Dopamin), was mit chemischen Mitteln (Medikamenten) korrigiert werden muss – um es sehr grob auszudrücken. Psychosomatische Ansätze sehen psychische Problematiken hingegen aus einem etwas anderen Blickwinkel. Psychosomatische Kliniken: Was macht man dort, und wie? weiterlesen

Mittel gegen Nervosität – Was tun, wenn man ständig nervös ist?

Es ist eine universelle menschliche Erfahrung: In einer unangenehmen Situation, bevor wir etwas in der Öffentlichkeit tun sollen, das vielleicht schiefgehen könnte, oder vor einer Prüfung, von der eine Menge abhängt, werden wir nervös. Selbst die Entspanntesten und Abgebrühtesten unter uns sind nicht völlig immun dagegen. – Soweit, so normal. – Problematisch kann es allerdings dann werden, wenn unsere Nervosität uns derartig vereinnahmt, dass wir gar nicht mehr in der Lage sind, uns in so einer Situation so zu verhalten, wie wir es eigentlich wollen und ohne die nervöse Anspannung auch könnten. Und ganz besonders schlimm ist dies bei Menschen, deren Nervosität sie auch dann überwältigt, wenn es eigentlich objektiv betrachtet überhaupt keinen Grund dafür gibt.

Aus evolutionärer Sicht betrachtet, ist Aufregung oder Angst sinnvoll: Sahen unsere Vorfahren sich mit einer Stresssituation konfrontiert, so beinhaltete diese meist direkte Gefahr, zum Beispiel durch Raubtiere, verfeindete Stämme oder Bedrohung durch Naturphänomene. In solchen Situationen war es natürlich sinnvoll, mit einem Adrenalinstoß, einem schnelleren Herzschlag und erhöhter Aufmerksamkeit zu reagieren. Schließlich folgte höchstwahrscheinlich entweder ein Kampf, oder eine Flucht.

Heutzutage jedoch hat unsere Anspannung meist Gründe, bei denen weder das eine, noch das andere angemessene Reaktionen wären. Diese Gründe sind daher auch selten schnell aus der Welt geschafft und Nervosität bleibt oft ein dauerhafter Begleiter.

Um damit besser umgehen und mehr Ruhe im Alltag finden zu können, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie die die Nervosität bekämpfen und hoffentlich besiegen können.

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Mangelndes Selbstbewusstsein – was uns die Psychologie sagt

Selbstbewusstsein: Mangelndes Selbstwertgefühl verstehen und Selbstvertrauen aufbauen

Extreme Schüchternheit, irrationale Versagensängste, unbegründete Scham- und Schuldgefühle – das sind nur einige Anzeichen, die auf ein niedriges Selbstwertgefühl hindeuten können. Zu wenig Selbstbewusstsein stellt nicht nur eine subjektive Belastung dar, sondern erhöht auch das Risiko, eine psychische Krankheit zu entwickeln. Kleine Übungen für den Alltag können dazu beitragen, das Selbstvertrauen zu verbessern. In schwereren Fällen hilft ein Coach oder ein Psychotherapeut, die Selbstwertprobleme zu bewältigen.

Symptome: Wie äußert sich ein schlechtes Selbstwertgefühl?

Ein niedriges Selbstwertgefühl kann sich auf unterschiedliche Arten zeigen. Äußerlich lassen sich grob zwei verschiedene Typen unterscheiden. Mangelndes Selbstbewusstsein – was uns die Psychologie sagt weiterlesen

Immer gereizt? – Umgang mit Gereiztheit, Ursachen erhöhter Reizbarkeit

Sind Sie „immer“ oder häufig gereizt? – Eine leicht erhöhte Reizbarkeit ist oftmals Einflüssen wie schlechtem Schlaf, Mineral- oder Vitamindefiziten, hormonellen Dysbalancen, Wetterfühligkeit, Stress und Sorgen oder anderen Einflüssen zuzuschreiben, die uns momentan stressen oder überfordern. Auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Allergien, Verspannungen oder Rückenschmerzen können Menschen reizbarer machen. Eine dauerhaft erhöhte Reizbarkeit und Gereiztheit kann jedoch auch auf das Vorliegen einer Hochsensibilität oder eine psychische Erkrankung hinweisen. Immer gereizt? – Umgang mit Gereiztheit, Ursachen erhöhter Reizbarkeit weiterlesen

Emotionale Erpressung – verstehen, und Umgang damit

Emotionale Erpressung kommt in fast jeder hierarchischen Beziehung vor. Oft wird der Erpressungsversuch vom Erpresser nicht für eine Manipulation auf psychischer Ebene gehalten, sondern für sein gutes Recht. Begründet wird das oft mit hierarchischen Abhängigkeiten. Viele Eltern sagen beispielsweise „Solange Du Deine Füße unter unserem Tisch stehen hast, tust Du das, was wir sagen.“

Wenn eine Mutter ihrem Kind gegenüber zur emotionalen Erpresserin wird, setzt sie das Kind unter Druck. Sie stellt eine Drohung, eine Bestrafung oder Liebesentzug in den Raum, der als Erfüllungsgehilfe der emotionalen Erpresserin dienen soll. Bei innerem Widerstand oder dem Gedanken an eine Nichterfüllung des mütterlichen Wunsches werden Schuldgefühle und innere Konflikte bei ihrem Gegenüber ausgelöst. „Wenn Du mir das antust, werde ich nie wieder mit Dir sprechen.“ Die Manipulation der Mutter oder der Ehefrau wird über die Gefühlsebene ausgeübt. Schuldgefühle sind jedoch nicht die einzige Erpresser-Waffe. Ins Spiel mit den Emotionen werden auch Emotionale Erpressung – verstehen, und Umgang damit weiterlesen

Traumatherapie – Trauma behandeln ► Wege der Traumabewältigung

Methoden der Traumatherapie / Traumabewältigung im Überblick

Ein Trauma ist in der Psychologie eine seelische Verletzung. Durch ein schlimmes Erlebnis wird das psychische Gleichgewicht eines Menschen gestört. Traumatische Ereignisse sind vor allem Naturkatastrophen, Kriege, körperliche oder psychische Gewalt, schwere Unfälle, schwerwiegende Krankheiten oder Todesfälle. Unter Typ-I-Traumata versteht man einmalige traumatische Vorkommnisse, unter Typ-II-Traumata hingegen mehrere aufeinanderfolgende oder anhaltende schlimme Erfahrungen.

Psychische Störungen können die Folge eines Traumas sein. Unterschiedliche Traumafolgestörungen sind bekannt, und erfordern unterschiedliche Verfahren in der Traumabewältigung:

  • Akute Belastungsreaktion: eine Reaktion auf eine schwere Belastung, die einige Stunden oder Tage dauert und dann vorbei ist
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): eine verzögerte, anhaltende Reaktion auf ein traumatisches Ereignis, die mit ständigen Erinnerungen an das Erlebte einhergeht (siehe Übersichtsartikel zum Thema Posttraumatische Störung)
  • Anpassungsstörung: ein Zustand subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, der alltägliche Verrichtungen behindert (siehe Übersichtsartikel zum Thema Anpassungsstörung)

Traumatherapie – Trauma behandeln ► Wege der Traumabewältigung weiterlesen

Wahnvorstellungen ▲ Symptome, Ursachen und das Problem der Wahnvorstellung im Alter

Wahnvorstellung, wahnhafte Wahrnehmungen, Paranoia und Halluzinationen – was unterscheidet diese Begriffe eigentlich? In der Psychologie zählen Wahnvorstellungen zu den psychischen Krankheiten (siehe psychische Probleme). Möglich sind aber auch organische bzw. körperliche Verursacher. Organische Fehlfunktionen oder gestörte Stoffwechselprozesse können ebenso zu psychischen Folgen führen, wie es umgekehrt der Fall sein kann. Wahnvorstellungen ▲ Symptome, Ursachen und das Problem der Wahnvorstellung im Alter weiterlesen

Sucht und Abhängigkeit verstehen – Komorbiditäten von psychischen Erkrankungen und Suchtverhalten

Der politische Umgang mit Drogen und Suchtkrankheiten ist und bleibt ein Thema, das die Menschheit beschäftigt: Obwohl viele Nationen auf eine strenge Drogenpolitik setzen und den Besitz und Verkauf von Drogen hart bestrafen, ist die Abhängigkeit noch nie erfolgreich abgeschafft worden. Dies könnte daran liegen, dass unser gegenwärtiger Ansatz von vorneherein nicht zielführend sein kann, weil wir Abhängigkeit schlicht falsch verstehen: Es besteht eine statistisch nicht zu ignorierende Korrelation zwischen Suchtkrankheiten und psychischen Erkrankungen (sogenannte Komorbidität), die die Frage aufwirft:

Gehören unsere Drogenabhängigen statt ins Gefängnis oder in die Entzugsklinik vielleicht eigentlich eher in die Psychiatrie?

Sollten wir uns statt mit den Symptomen der Sucht nicht vielleicht mehr mit ihren Ursachen beschäftigen? Und wie kommt es überhaupt, dass Suchtverhalten und psychische Störungen so häufig Hand in Hand gehen?

Im Folgenden finden Sie einige Informationen, die es Ihnen möglich machen sollen, sich selbst ein Bild davon zu machen, ob, und wenn ja wo, in unserem Verständnis von und unserem Umgang mit Sucht etwas schiefläuft. Sucht und Abhängigkeit verstehen – Komorbiditäten von psychischen Erkrankungen und Suchtverhalten weiterlesen

Psycho-Kinesiologie: Angstbewältigung mit Kinesiologie

Die Kinesiologie oder Psychokinesiologie ist ein alternativmedizinisches Verfahren, das unter anderem in der Naturheilpraxis bei der Angstbewältigung eingesetzt werden kann. Erfunden wurde die Psycho-Kinesiologie von Dr. Dietrich Klinghardt.

Grundlage dieser wissenschaftlich nicht anerkannten Methode, die der Körpertherapie oder Chiropraktik nahesteht, ist der kinesiologische Muskeltest. Dabei bewegt der Therapeut im Frage-Antwort-Dialog mit seinem Patienten dessen Arm. Der angstbesetzte Klient beantwortet die gestellte Frage lediglich mittels Gegendruck gegen die Hand des Therapeuten. Andere Antworten sind nach dem Vorgespräch, bei dem die Angstproblematik bereits skizziert wurde, nicht erforderlich. Der Patient kommuniziert hier über seine Muskulatur. Dadurch können unbewusste Blockaden wirksamer erkannt werden, als wenn sie durch Erzählungen überlagert und bewusst/unbewusst verschleiert werden. Psycho-Kinesiologie: Angstbewältigung mit Kinesiologie weiterlesen

Emotional abhängig: Emotionale Abhängigkeit lösen

Emotional abhängig? – Haben wir nicht alle Angst, von unserem Lebenspartner verlassen zu werden? Fällt es uns nicht unheimlich schwer, unsere Kinder gehen zu lassen, wenn sie erwachsen sind? Und hängen wir nicht selbst an unseren Eltern und fragen sie immer wieder um Rat, wenn wir längst eine eigene Familie haben? Wir fürchten uns davor, allein zu sein, von anderen durch Trennung oder Tod verlassen zu werden. Das ist völlig normal, solange wir uns nicht an einen Menschen klammern und uns dabei selbst aufgeben.

Was ist emotionale Abhängigkeit?

Der Mensch ist ein soziales Wesen und nicht fürs Alleinsein geschaffen. Er braucht andere zur psychischen und körperlichen Unterstützung und diese brauchen ihn. In der Psychologie wird eine gewisse Abhängigkeit in menschlichen Beziehungen als notwendig erachtet, denn dadurch wird die Bindung gefestigt. Doch wenn eine Person einseitig und übertrieben an ihrem Partner, ihren Eltern oder Kindern hängt und sich ohne sie wertlos fühlt, kann die emotionale Abhängigkeit krankhaft werden. Emotional abhängig: Emotionale Abhängigkeit lösen weiterlesen

Selbstliebe als Mittel gegen psychische Probleme

Sich selbst lieben lernen und Selbstliebe zu entwickeln ist ein wichtiges Mittel gegen verschiedene psychische Probleme. Doch was versteht man darunter? – Selbstliebe ist ein Gefühl der bedingungslosen Zuneigung und Wertschätzung, welches man sich selbst gegenüber hegt und das sich in Handlungen ausdrückt, die das eigene seelische und körperliche Wohlbefinden und Wachstum fördern. Selbstliebe lernen hilft uns, uns selbst mit all unseren Stärken und Schwächen zu akzeptieren und uns selbst Verständnis und Mitgefühl entgegenzubringen. Selbstliebe als Mittel gegen psychische Probleme weiterlesen

Innere Leere – verstehen, aushalten, überwinden

Das Absurde ist, dass auch jemand, der alles zu haben scheint, das Gefühl innerer Leere haben kann. Leere ist also nicht abhängig von Armut, Einsamkeit oder Formen der Depression. Doch während Menschen, die einsam sind oder nicht viel Geld zur Verfügung haben, durchaus glücklich sein können und keine innere Leere kennen, sind depressive Menschen sehr viel eher von diesem Gefühl bedroht.

Innere Leere signalisiert einen gefühlten Mangelzustand. Die Verbindung zu allem, was man besitzt, über das man verfügen kann und was einem geschenkt wird, ist verloren gegangen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens drängt sich in den Vordergrund. Die Frage, wer man ist und welche Bedeutung das eigene Dasein für irgendjemanden hat, wird immer lauter. Negative Gedanken und Niedergeschlagenheit machen sich breit. Irgendetwas fehlt im Leben. Mancher fühlt sich auch in Gesellschaft anderer einsam und unverstanden. Viele Menschen fühlen sich innerlich wie taub. Innere Leere – verstehen, aushalten, überwinden weiterlesen

Vegetative Dystonie beleuchtet (Psychovegetative Dystonie)

Als vegetative Dystonie oder psychovegetative Dystonie wird ein Symptomkomplex bezeichnet, bei dem die Erregungsleitung des vegetativen Nervensystems beeinträchtigt ist. Damit zählt sie zu den sogenannten „somatoformen Störungen“ (vgl. Somatisierungsstörung). Ob es sich überhaupt um ein in sich geschlossenes Krankheitsbild oder ein Syndrom im engeren Sinne handelt, ist bislang nicht gesichert. Bis zur sicheren wissenschaftlichen Einordnung stellt es daher eher eine Hypothese dar, aus diesem Grund wurde bislang auch keine zugehörige Nummer im ICD-10 (International Classification of Diseases) oder DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) vergeben. Eine offizielle Empfehlung zu Therapie oder Medikamenten existiert ebenfalls nicht. Vegetative Dystonie beleuchtet (Psychovegetative Dystonie) weiterlesen

Minderwertigkeitskomplex: Woher kommen Minderwertigkeitsgefühle? Wie damit umgehen?

Ursachen, Auswirkungen und Therapie von Minderwertigkeitsproblematiken

Minderwertigkeitsgefühle beschreiben in der Psychologie die Sorge, nicht gut genug zu sein, nicht genügen zu können, anderen nicht zu gefallen. Praktisch jeder Mensch kennt Phasen in seinem Leben, in denen solche Minderwertigkeitskomplexe eine Rolle spielen. Minderwertigkeitsgefühle treten bei Frauen und bei Männern gleichsam auf, auch Kinder können betroffen sein. Sofern solche Gefühle nicht überhand nehmen und entsprechende Angst nicht das Leben bestimmt, besteht kein Grund zur Sorge. Problematisch wird es aber, wenn ein Minderwertigkeitsgefühl den Alltag bestimmt. Dann ist es höchste Zeit, sich über das Zustandekommen dieser Gefühle bewusst zu werden und gegebenenfalls auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Minderwertigkeitskomplex: Woher kommen Minderwertigkeitsgefühle? Wie damit umgehen? weiterlesen

Rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode

Wie komplex die medizinische Bewertung von rezidivierenden depressiven Störungen ist, zeigt der ICD-10 an. Es werden dort unterschiedliche Feinheiten und Schweregrade depressiver Episoden voneinander unterschieden, wobei jede einzelne als textliche Beschreibung vorliegt. Sie wird aber auch nach einem bestimmten Schema nummeriert. Die rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode findet sich im ICD-10 als F33.1 bezeichnet. Rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode weiterlesen

Depressiv | Bin ich depressiv? Was sind Symptome?

Gibt es (Vorab-)Tests für Laien abseits der ärztlichen ICD-10-Diagnose?

Depressionen können sehr viele Gesichter haben und außerdem haben sie eine weite Verbreitung. Wie bei sehr vielen psychischen Erkrankungen besteht das Krankheitsbild aus einer Reihe von extremen Ausprägungen verschiedener normaler Gefühle oder Verhaltensweisen. Deswegen kann die Frage „Bin ich depressiv?“ für einen selbst mitunter schwer zu beantworten sein. Depressiv | Bin ich depressiv? Was sind Symptome? weiterlesen

Zwänge besiegen – wie Zwangserkrankungen überwunden werden können

Freiwilligkeit und Zwänge stehen sich als Gegensatzpaare gegenüber. Normale Menschen waschen sich, wenn sie sich verschwitzt oder schmutzig fühlen. Sie duschen vielleicht an manchen Tagen mehrmals, weil es notwendig erscheint. Für die Haut ist das nicht unbedingt gut – aber ein Zwang ist dennoch etwas anderes. Denn bei der Freiwilligkeit gibt es einen äußeren Anlass. Der Mensch unter der Dusche hat Holz gehackt. Er anschließend ist schmutzig und verschwitzt. Das Duschen ist eine Notwendigkeit. Ähnlich verhält es sich, wenn eine Frau nach einer Vergewaltigung das Bedürfnis hat, sich wiederholt zu duschen. Zuvor sollte sie allerdings die genetischen Spuren beim Polizeiarzt sichern lassen.

Duscht hingegen jemand fünfzehnmal am Tag und es gibt keinen ersichtlichen Grund dafür, ist es vermutlich eine Zwangserkrankung (Zwangskrankheit). Sie beruht auf einer inneren Notwendigkeit. Die weiter unten zu findende Zwänge Liste ist für alle Betroffenen ein erster Hinweis, dass eine von ihnen ausgeübte Handlung einen zwanghaften Charakter angenommen hat.

In der Häufigkeit der Zwänge dominieren der Reinigungs- und Waschzwang – oft als Sauberkeitsfimmel ohne Krankheitswert deklariert – sowie der Kontrollzwang und Ordnungszwang. Zwänge besiegen – wie Zwangserkrankungen überwunden werden können weiterlesen

Hypnotherapie (Hypnosetherapie)

Wofür wird Hypnose eingesetzt? Wie arbeiten Hypnotherapeuten? Kosten und Kostenübernahme?

Der Begriff Hypnose ist für die meisten von uns stark von dem geprägt, was wir aus den Medien kennen – und wenig von der tatsächlichen Arbeit von Hypnosetherapeuten mit Patienten. Wir kennen die Szene im Disneyfilm „Das Dschungelbuch“, in der die Schlange Kaa das Menschenkind Mogli hypnotisiert, um es zu fressen. Wir kennen die reißerischen Hypnose-Shows, in denen Leute zur Unterhaltung des Publikums dazu gebracht werden, sich für Bauernhoftiere oder Ballerinas zu halten. Und vielleicht kennen wir noch die Darstellungen von Ärzten oder Psychologen, die ihren Patienten ein Pendel vors Gesicht halten und „Sie werden jetzt gaaaaanz müde“ sagen… – Die Hypnose hatte lange Zeit nicht den besten Ruf und auch jetzt wird sie von vielen noch bestenfalls für Scharlatanismus gehalten. Je mehr die Wissenschaft jedoch über die Hypnotherapie und ihre Wirkung herausfindet, desto mehr wird sie auch als Methode genutzt, Menschen zu helfen.

Aber wie genau funktioniert die Hypnosetherapie eigentlich, und was für Erfolge kann man von ihr erwarten? Hypnotherapie (Hypnosetherapie) weiterlesen

Antidepressiva in der Schwangerschaft?

Wissenswertes über Antidepressiva in der Schwangerschaft und Stillzeit – ein Überblick

Auch depressive Patientinnen werden schwanger und auch schwangere Frauen können eine Depression entwickeln. Viele Betroffene sind in diesem Fall unsicher, ob eine Behandlung mit Antidepressiva infrage kommt oder aber – sofern sie bereits begonnen hat – beendet werden sollte. Hierzu gibt es Studien mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen und daraus resultierenden Empfehlungen. Generell gibt es kein Antidepressivum, das für eine Behandlung während der Schwangerschaft zugelassen ist. Allerdings werden trotzdem Antidepressiva an schwangere Frauen verschrieben, zudem gibt es Frauen, die ungeplant schwanger werden, während sie entsprechende Medikamente einnehmen. Die Risikobewertung ist je nach Präparat sehr unterschiedlich, daher gibt es Ausnahmefälle, in denen trotz möglicher Schäden eine medikamentöse Behandlung angezeigt sein kann. Insgesamt ist die Beurteilung jedoch sehr schwierig, da Studien an Schwangeren verboten sind und somit nur nachträglich erhobene Daten von Frauen infrage kommen, die die jeweiligen Medikamente während der Schwangerschaft eingenommen haben. Antidepressiva in der Schwangerschaft? weiterlesen

Angst vor Schulden, Überschuldung, Privatinsolvenz

Wenn die Angst vor Schulden, Überschuldung oder Privatinsolvenz die Lebensqualität nimmt

Viele Menschen, die an einer Angsterkrankung leiden, besitzen große Schwierigkeiten beim Umgang mit Geld. Oft liegen starke Sorgen und Grübeleien beim Umgang mit finanziellen Mitteln vor. Und so führen die übertriebenen Ängste dazu, dass sich die Betroffenen selbst ein enormes Stück Lebensqualität nehmen. Doch woher kommen diese Bedenken und belastenden Gefühle? Die nachfolgenden Zeilen gehen dieser und weiteren spannenden Fragen rund um das Thema auf den Grund. Angst vor Schulden, Überschuldung, Privatinsolvenz weiterlesen

Stimmungsaufheller pflanzlich – Natürliche Stimmungsaufhellung und ihre Grenzen

Pflanzliche Stimmungsaufheller vs. stimmungsaufhellende Medikamente (Psychopharmaka)

Wer von psychischen Krankheiten wie Depressionen, oft in Zusammenhang mit Stimmungsschwankungen, Ängsten und Erschöpfung betroffen ist, steht häufig unter erheblichem Leidensdruck. Gleichzeitig ist auch die Verunsicherung groß: Die Liste von Methoden und Präparaten zur Stimmungsaufhellung ist so lang, dass selbst der engagierteste Laie schnell den Überblick verliert. Gleichzeitig muten viele Beratungen zum Thema natürliche Stimmungsaufheller eher an wie ein Verkaufsgespräch und Betroffene erhalten von den unterschiedlichsten Seiten mehr oder weniger hilfreiche Meinungen und Ratschläge, was denn nun stimmungsaufhellend wirkt und in welcher (Mindest-)Dosierung.

Welche Mittel helfen wirklich und welche Risiken bestehen? Sollten lieber rezeptfreie pflanzliche Stimmungsaufheller oder doch besser klassische stimmungsaufhellende Medikamente verwendet werden? Stimmungsaufheller pflanzlich – Natürliche Stimmungsaufhellung und ihre Grenzen weiterlesen

Beziehungsphobie – Krankhafte Angst, Unwille oder Unfähigkeit?

Offensichtlich werden die Menschen im Zeitalter unverbindlicher Facebook-Beziehungen immer beziehungsunfähiger. Frauen wie Männer leiden immer häufiger an einer Beziehungsphobie. Diese könnte man als panische Angst vor Liebe, Nähe, Intimität, Verbindlichkeit, Treue und ähnlichen Werten definieren. Beziehungsphobie – Krankhafte Angst, Unwille oder Unfähigkeit? weiterlesen

Abhängige / dependente / asthenische Persönlichkeitsstörung

Die abhängige Persönlichkeitsstörung, auch dependente oder asthenische Persönlichkeitsstörung genannt, ist eine der 8 vom ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) definierten Persönlichkeitsstörungen. Dort beschrieben ist sie folgendermaßen:

„Personen mit dieser Persönlichkeitsstörung verlassen sich bei kleineren oder größeren Lebensentscheidungen passiv auf andere Menschen. Die Störung ist ferner durch große Trennungsangst, Gefühle von Hilflosigkeit und Inkompetenz, durch eine Neigung, sich den Wünschen älterer und anderer unterzuordnen sowie durch ein Versagen gegenüber den Anforderungen des täglichen Lebens gekennzeichnet. Die Kraftlosigkeit kann sich im intellektuellen emotionalen Bereich zeigen; bei Schwierigkeiten besteht die Tendenz, die Verantwortung anderen zuzuschieben.“
(ICD-10, Version 2018)

Wenn Sie glauben, sich oder einen Menschen in Ihrem Leben in dieser kurzen Zusammenfassung wiederzuerkennen, finden Sie im Folgenden detailliertere Informationen über die Diagnose, Eigenschaften, Ursachen und Behandlung (Therapie) dieser Störung. Abhängige / dependente / asthenische Persönlichkeitsstörung weiterlesen

Serotonin-Syndrom als Nebenwirkung von Antidepressiva

Als Serotoninsyndrom wird ein Zustand bezeichnet, bei dem der Serotoninspiegel des Körpers in gesundheitsgefährdendem Maße erhöht ist. In diesem Sinne handelt es sich um eine Vergiftung. Die Ursachen sind nahezu ausschließlich in falscher Medikamentierung zu suchen. Hier spielt insbesondere die Behandlung von Depressionen eine Rolle, da Präparate eingesetzt werden, die auf unterschiedlichem Wege eine Erhöhung des Serotonins oder Verstärkung von dessen Effekten erzielen. Serotonin-Syndrom als Nebenwirkung von Antidepressiva weiterlesen

GABA Kapseln gegen Ängste? (Gamma-Aminobuttersäure)

Helfen GABA Kapseln gegen Ängste?

Ängste sind an sich sinnvolle Warnanlagen. Diese können bestimmte Reaktionen im Körper und in der Seele auslösen. Doch wenn überbordende, ungewöhnlich starke oder nicht mehr zu kontrollierende Ängste zum Problem werden, greifen viele Menschen zu jedem Mittel, um sie wieder loszuwerden. Sinnvoller wäre es allerdings, wenn die Ursache der Angst erforscht würde. GABA Kapseln gegen Ängste? (Gamma-Aminobuttersäure) weiterlesen

Pulsadern aufschneiden | Selbstmordversuch als Hilferuf psychisch Erkrankter

Ein Selbstmord im näheren Umkreis ist für jeden Menschen ein erschütterndes Erlebnis. Das gilt insbesondere, wenn ein naher Verwandter oder ein Freund sich das Leben nimmt. Vor allem für Kinder und Jugendliche ist das ein traumatisches Erlebnis, das sie ohne zeitnahe professionelle Hilfe kaum bewältigen können.

Oftmals kommt die Selbsttötung für die nahestehenden Menschen wie aus heiterem Himmel. Tatsächlich aber gab es meist warnende Anzeichen, die alle hätten beachten müssen. Wir rühren hier an ein gesellschaftliches Tabu, denn über Probleme dieser Art sprechen die wenigsten Menschen. Das betrifft sowohl das soziale Umfeld wie die Betroffenen selbst. Obwohl es viele Fragen und Antworten dazu gibt. Pulsadern aufschneiden | Selbstmordversuch als Hilferuf psychisch Erkrankter weiterlesen

Panikattacke nachts – Warum eigentlich, und was tun?

Panikattacken verunsichern die Betroffenen auch schon tagsüber stark, zumal sie mit beängstigend körperlichen Symptomen wie Schweißausbrüchen, Hyperventilation oder Herzrasen einhergehen. Wenn die Angstattacken nachts kommen, sind sie für viele Menschen gefühlt noch schlimmer. Die Betroffenen wissen sich in ihrer Not oft nicht zu helfen. Mancher Betroffene schreit verzweifelt um Hilfe oder ruft einen Notarzt.

Das Bewusstsein ist im Schlaf ausgeschaltet. Der Betroffene erwacht durch die nächtliche Panikattacke schlagartig. Das Herz rast. Der Betroffene kann sich unter Umständen minutenlang nicht bewegen. Der Körper braucht etwas länger, um aus der Schlafstarre oder Schlaflähmung zu finden. Die Schlafparalyse bemerken Schlafende normalerweise nicht. Doch wenn Angstgestörte schlagartig durch nächtliche Panikattacken erwachen und sich nicht rühren können, ist die Panik komplett. Panikattacke nachts – Warum eigentlich, und was tun? weiterlesen

Selbsthypnose als Mittel der Angstbewältigung?

Beim Begriff „Selbsthypnose“ fallen wohl jedem einige Fragen ein. Ist das Hypnotisieren der eigenen Person gefährlich? Ist es überhaupt möglich, sich ohne eine entsprechende Ausbildung selbst zu hypnotisieren? Wie findet ein Hypnotisierter eigentlich wieder aus der Selbsthypnose heraus? Wo finde ich seriöse Tipps und Ratschläge über diese Methode? Selbsthypnose als Mittel der Angstbewältigung? weiterlesen