Archiv der Kategorie: Magazin

Kytta Sedativum – Erfahrungen zu Wirkung und Nebenwirkungen

In manchen Momenten des Lebens fühlen sich Menschen so unausgeruht, dass sie zu einem pflanzlichen Sedativum greifen. „Kytta Sedativum für den Tag“ oder „Kytta Sedativum Dragees“ für die Nacht wurden durch die Auswahl der Inhaltsstoffe als leichte Beruhigungsmittel bzw. als pflanzliche Einschlafhilfe konzipiert. Sie beruhen auf Zusammenstellungen aus Baldrian, Hopfen und Passionsblumen, oder einer höheren Dosierung von Passionsblumen-Extrakt. Alle genannten Extrakte sind in der Volksmedizin bekannt für ihre beruhigende und angstlösende Wirkung (anxiolytisch). Verwendet werden jeweils die Trockenextrakte dieser Pflanzen. Kytta Sedativum – Erfahrungen zu Wirkung und Nebenwirkungen weiterlesen

Innere Ruhe finden – und zurück zur Gelassenheit…

Innere Ruhe und Gelassenheit gehören zu den Aspekten, denen die meisten von uns im alltäglichen Leben viel zu wenig Zeit widmen. Zwar wissen wir heute alle, wie wichtig mentale und körperliche Ausgeglichenheit im Alltag ist, jedoch wissen nur die wenigsten wie sie ihre Achtsamkeit und Bewusstheit steigern können, um wieder in ihr Gleichgewicht zurückzufinden.

Viele sind in ihrem Alltag bereits von so vielen Sorgen und Ängsten überreizt, dass es ihnen einfach schwerfällt, loszulassen und innere Ruhe und Gelassenheit zu finden. Sie sind von Zukunftsangst, von Versagensängsten und Verlustängsten ständig geplagt und wissen nicht, wie sie ihre Mitte wiederfinden können. Anderen wiederum ist ihre starke Unausgeglichenheit gar nicht bewusst, vielleicht fühlen sie sich ab und an einmal melancholisch aber denken sich dabei nicht mehr. Erst nach Jahren ständiger Überreizung (siehe ständig gereizt) schlägt sich bei ihnen dann alles mit einem Schlag in einem Burnout nieder.

Aber wie können wir diese Unausgeglichenheit loswerden, wie gelangen wir zur inneren Ruhe, wie können wir lernen uns zu entspannen, wie können wir lernen unsere Ängste unter Kontrolle zu bekommen? Innere Ruhe finden – und zurück zur Gelassenheit… weiterlesen

Grundformen der Angst (nach Fritz Riemann)

Warum brauchen einige Menschen viel Kontakt bzw. Nähe und anderen schnürt das wiederum die Luft ab? Warum fühlen sich einige Menschen nur wohl, wenn alles genau geordnet bzw. geregelt ist und andere fühlen sich davon wieder eingeengt?

Vor etwa 50 Jahren erschien mit Grundformen der Angst eines der wegweisendsten Bücher in der Psychologie. Fritz Riemann beschreibt darin die vier Formen der Angst. Zudem erläutert er auch die dazugehörigen Persönlichkeiten. Er geht insbesondere darauf ein, warum manche Menschen eher Distanz oder Nähe suchen, aber auch ob wir eher etwas Dauerhaftes suchen oder lieber den ständigen Wechsel.

Grundformen der Angst - von Fritz Riemann (bei Amazon)
Grundformen der Angst – von Fritz Riemann (bei Amazon)

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Pasconal Nerventropfen – Was Sie wissen sollten

Was Sie über Inhaltsstoffe, Wirkung und Nebenwirkungen wissen müssen

Man muss nicht gleich psychisch krank sein, um gelegentlich an den Rand seiner Möglichkeiten zu kommen. Beruflicher Dauerstress, familiäre oder finanzielle Probleme oder Überarbeitung können sehr schnell zu Schlafstörungen, anhaltender Nervosität oder häufiger Gereiztheit führen. Viele Betroffene greifen auch bei einem anhaltenden Zustand dieser Art nicht zu Medikamenten, die starke Nebenwirkungen haben. Lieber nehmen sie ein homöopathisches Arzneimittel, das für die Anwendung bei nervösen Störungen, Erschöpfung oder Schlafstörungen geeignet ist.

Pasconal Nerventropfen – die homöopathische Alternative

Ein Beispiel für ein „mildes“ Arzneipräparat sind Pasconal Nerventropfen. Diese dienen der Linderung von nervös bedingten Schlafstörungen, Reizbarkeit oder innerer Unruhe. Pasconal Nerventropfen – Was Sie wissen sollten weiterlesen

Angstzustände: Woher sie kommen (wirklich)? Und was kann man machen?

Selbsthilfe und professionelle therapeutische Hilfe gegen Angstzustände

Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens schon einmal eine Episode erlebt, in der Angstzustände, Unwohlsein, Herzrasen, feuchte Hände oder eine Panikattacke eine Rolle gespielt haben. Die klassischen Symptome für solche Erlebnisse sind Schweißausbrüche, Beklemmungen, Atembeschwerden, Herzrasen oder Schwindel. Begleitend oder ursächlich kann eine Depression auftreten (siehe Angst Depression Symptome). Problematisch sind Angstzustände, Beklemmungen und Panikattacken, wenn sie scheinbar ohne einen akuten Anlass über längere Zeit bestehen. Wenn der Angstzustand zum Dauerzustand wird, ist die Lebensqualität stark eingeschränkt. Ohne Medikamente oder eine Therapie kann der Betroffene seine Angsthölle meist nicht verlassen. Angstzustände: Woher sie kommen (wirklich)? Und was kann man machen? weiterlesen

F32.9G Diagnose – Unklare depressive Episode?

ICD F32 9 – was heißt das auf der Krankschreibung?

Wenn jemand die Diagnose F32.9G im Arztbrief liest, bedeutet das eine depressive Episode. Über diese hat der behandelnde Arzt noch keine näheren Kenntnisse. Eine depressive Episode kann unterschiedlich lange dauern. Sie geht meistens binnen sechs bis neun Monaten vorbei. Die neun hinter dem Punkt meint, dass Ursache, Art und Schweregrad der Depression noch nicht ermittelt wurden. Das G hinter der ICD-10-Diagnoseziffer bedeutet „gesichert“. Immerhin ist die Diagnose „depressive Episode“ bereits verifiziert. Sie stellt also keine Verdachtsdiagnose dar.

Ob jemand mit dieser vorläufigen Diagnose (F32 9 G) eine EU-Rente oder einen Schwerbehindertenausweis beantragen kann, hängt von der Unterstützung des Mediziners ab. Viele Kritiker sagen, solche Diagnosen seien ein Ausdruck dafür, dass der Mediziner nicht weiß, was los ist. Daher wundert es nicht, dass krankgeschriebene Betroffene zum medizinischen Dienst zitiert werden. Dort weiß man, dass die behandelnden Ärzte diese Diagnose wählen, weil sie keine genaueren Kenntnisse über Art und Form der Depression haben. Vielfach gilt eine F32 9G Diagnose daher als vorläufig, manchmal auch als Verlegenheitsdiagnose. F32.9G Diagnose – Unklare depressive Episode? weiterlesen

Beziehung(en) beenden – die Angst davor und vor dem Danach

Beziehung beenden, oder nicht?! – Schaut man sich an, wie viele zerrüttete oder dysfunktionale Beziehungen es schon im unmittelbaren Lebensumfeld gibt, kann man schon erschüttert sein. Wer gelegentlich hinter die Kulissen von Paarbeziehungen blickt, fragt sich bei so manchem Paar, warum es eigentlich noch zusammen bleibt, obwohl die Beziehung am Ende scheint. Ist es der Sex, oder sind es finanzielle Abhängigkeiten? Ist es pure Gewohnheit, die exakt so lange währt, bis einer sich anderweitig verliebt? Oder sind es – wie so oft ins Feld geführt – ein gewisser Lebensstandard oder die Kinder, die einen länger als nötig zusammenhalten? Beziehung(en) beenden – die Angst davor und vor dem Danach weiterlesen

Schisandra Beeren und ihre Wirkung

Schisandra chinensis ist eine Beere, die mit anderen Beeren nicht verglichen werden kann. Auf den ersten Blick wirkt die rote Frucht zwar wie andere Superfoods: exotisch, nährstoffreich und wirkungsvoll bei Beschwerden. Doch Schisandra hebt sich von den Superfoods der letzten Jahre ab. Wie? – Dieser Artikel verrät’s.

Was ist die Schisandra Beere?

Es gibt mehrere Namen für die Schisandra Beere. Die botanische Bezeichnung ist Schisandra chinensis, was chinesische Beerentraube bedeutet. Daneben wird die Beere auch Chinesisches Spaltkörbchen oder Chinesischer Limonenbaum genannt. Schisandra Beeren und ihre Wirkung weiterlesen

Angst vor Geburt

Für manche Frauen ist die Geburt eines Kindes zwar anstrengend und schmerzhaft. Sie stellt aber dennoch den größten Moment im Leben vieler Mütter dar. Immer wieder gibt es Frauen, die ein Kind nach dem anderen bekommen, bis es schließlich elf oder zwölf sind. Hier ist nicht nur die Mutterrolle die Erfüllung, sondern anscheinend auch das Schwanger-Sein und Gebären. Bei anderen Frauen ist das anders. Manche haben große Angst, wenn die erste Geburt sehr schwer war, oder gar als Totgeburt zur Welt kam. Auch der plötzliche Kindstod, oder eine Reihe von Fehlgeburten können extreme Angst vor einem neuen Schwangerschafts-Wagnis nach sich ziehen.

Jeder fühlende Mensch kann solche Ängste verstehen. Betroffene Frauen sollten offen über ihre Befürchtungen reden. Sie sollten Atemübungen oder Entspannungstechniken einüben, die hilfreich sind. Doch viele Frauen machen ihre Angst mit sich alleine ab. Viele tun so, als sei alles in bester Ordnung. Das kann auch tatsächlich bei zwei Geburten der Fall sein. Doch beim 3. Kind kann alles ganz anders kommen. Viele Frauen erleben hier, dass ihnen neun Monate lang übel ist und die Geburt viel schwerer ist, als die vorangegangenen. Angst vor Geburt weiterlesen

Kinder- und Jugendpsychiatrie – Was macht man dort, wann und wie?

Auch Kinder und Jugendliche bis zu achtzehn – bzw. je nach Einrichtung bis zu 21 Jahren – haben seelische Befindlichkeitsstörungen. Erschreckend viele Kinder und Heranwachsende tragen unlösbare innere Konflikte mit sich aus. Immer mehr Jugendliche leiden unter psychischen Störungen oder Süchten wie der Computer- oder Spielsucht.

In der Jugendpsychiatrie werden sowohl psychosomatische und psychische Störungen, als auch neurologische, entwicklungsbedingte oder soziale Störungen thematisiert und behandelt. Zum Beispiel kann ein Kind durch eine manisch-depressive Mutter oder die schmutzige Scheidung der Eltern in eine seelische Krise geraten und Auffälligkeiten zeigen. Es kann zu Aggressionen und Autoaggression neigen, Angststörungen oder einen Tick entwickeln. Kinder- und Jugendpsychiatrie – Was macht man dort, wann und wie? weiterlesen

Schulangst | Was tun, wenn die Angst vor der Schule zum Problem wird?

Die Schulzeit macht einen wichtigen Teil im Leben von Kindern und Jugendlichen aus. Während die meisten Kinder sich vor dem Schuleintritt noch sehr auf die Schule freuen, kann das Bild auch völlig anders aussehen. Von Schulangst spricht man, wenn der Gedanke an die Schule oder der Besuch der Schule selbst aus ganz unterschiedlichen Gründen für Kinder und Jugendliche so negativ besetzt ist, dass gravierende psychosoziale und gesundheitliche Folgen für die Betroffenen drohen. Schulangst | Was tun, wenn die Angst vor der Schule zum Problem wird? weiterlesen

Psychosomatische Kliniken: Was macht man dort, und wie?

Psychosomatische Therapie, Behandlung und Rehabilitation – Was erwartet mich in einer psychosomatischen Klinik?

Psychosomatik – Was ist das?

Will man verstehen, was im Allgemeinen der Ansatz psychosomatischer Kliniken ist, ist zunächst zu klären, was unter dem Begriff Psychosomatik zu verstehen ist. – Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern „psyche“ (Seele) und „soma“ (Körper). Betrachtet werden die Wechselwirkungen zwischen sozialen Bedingungen, körperlichen Prozessen und den psychischen Bewältigungsfähigkeiten eines Menschen im gesunden und im kranken Zustand. Insofern handelt es sich um ein ganzheitliches Konzept der Behandlung, das den Menschen als komplexe Einheit aus Seele, Körper und Geist sieht.

Dabei verbringen Betroffene einige Wochen im stationären Rahmen in einer psychosomatischen Klinik. Im Gegensatz zur Psychiatrie (vgl. Einweisung Psychiatrie) liegt der Schwerpunkt der Therapie bei der Psychosomatik nicht auf Medikamenten, sondern auf Ansätzen wie der Gesprächstherapie, der Ergotherapie etc. Dies liegt daran, dass die Psychiatrie im Gegensatz zu psychosomatischen Kliniken immer noch vorwiegend einen biologistischen Ansatz verfolgt und davon ausgeht, dass seelische Schwierigkeiten auf Abweichungen im Gehirnstoffwechsel zurückzuführen sind (siehe u.a. Serotonin, Dopamin), was mit chemischen Mitteln (Medikamenten) korrigiert werden muss – um es sehr grob auszudrücken. Psychosomatische Ansätze sehen psychische Problematiken hingegen aus einem etwas anderen Blickwinkel. Psychosomatische Kliniken: Was macht man dort, und wie? weiterlesen

Mittel gegen Nervosität – Was tun, wenn man ständig nervös ist?

Es ist eine universelle menschliche Erfahrung: In einer unangenehmen Situation, bevor wir etwas in der Öffentlichkeit tun sollen, das vielleicht schiefgehen könnte, oder vor einer Prüfung, von der eine Menge abhängt, werden wir nervös. Selbst die Entspanntesten und Abgebrühtesten unter uns sind nicht völlig immun dagegen. – Soweit, so normal. – Problematisch kann es allerdings dann werden, wenn unsere Nervosität uns derartig vereinnahmt, dass wir gar nicht mehr in der Lage sind, uns in so einer Situation so zu verhalten, wie wir es eigentlich wollen und ohne die nervöse Anspannung auch könnten. Und ganz besonders schlimm ist dies bei Menschen, deren Nervosität sie auch dann überwältigt, wenn es eigentlich objektiv betrachtet überhaupt keinen Grund dafür gibt.

Aus evolutionärer Sicht betrachtet, ist Aufregung oder Angst sinnvoll: Sahen unsere Vorfahren sich mit einer Stresssituation konfrontiert, so beinhaltete diese meist direkte Gefahr, zum Beispiel durch Raubtiere, verfeindete Stämme oder Bedrohung durch Naturphänomene. In solchen Situationen war es natürlich sinnvoll, mit einem Adrenalinstoß, einem schnelleren Herzschlag und erhöhter Aufmerksamkeit zu reagieren. Schließlich folgte höchstwahrscheinlich entweder ein Kampf, oder eine Flucht.

Heutzutage jedoch hat unsere Anspannung meist Gründe, bei denen weder das eine, noch das andere angemessene Reaktionen wären. Diese Gründe sind daher auch selten schnell aus der Welt geschafft und Nervosität bleibt oft ein dauerhafter Begleiter.

Um damit besser umgehen und mehr Ruhe im Alltag finden zu können, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie die die Nervosität bekämpfen und hoffentlich besiegen können.

Mittel gegen Nervosität – Was tun, wenn man ständig nervös ist? weiterlesen

Mangelndes Selbstbewusstsein – was uns die Psychologie sagt

Selbstbewusstsein: Mangelndes Selbstwertgefühl verstehen und Selbstvertrauen aufbauen

Extreme Schüchternheit, irrationale Versagensängste, unbegründete Scham- und Schuldgefühle – das sind nur einige Anzeichen, die auf ein niedriges Selbstwertgefühl hindeuten können. Zu wenig Selbstbewusstsein stellt nicht nur eine subjektive Belastung dar, sondern erhöht auch das Risiko, eine psychische Krankheit zu entwickeln. Kleine Übungen für den Alltag können dazu beitragen, das Selbstvertrauen zu verbessern. In schwereren Fällen hilft ein Coach oder ein Psychotherapeut, die Selbstwertprobleme zu bewältigen.

Symptome: Wie äußert sich ein schlechtes Selbstwertgefühl?

Ein niedriges Selbstwertgefühl kann sich auf unterschiedliche Arten zeigen. Äußerlich lassen sich grob zwei verschiedene Typen unterscheiden. Mangelndes Selbstbewusstsein – was uns die Psychologie sagt weiterlesen

Immer gereizt? – Umgang mit Gereiztheit, Ursachen erhöhter Reizbarkeit

Sind Sie „immer“ oder häufig gereizt? – Eine leicht erhöhte Reizbarkeit ist oftmals Einflüssen wie schlechtem Schlaf, Mineral- oder Vitamindefiziten, hormonellen Dysbalancen, Wetterfühligkeit, Stress und Sorgen oder anderen Einflüssen zuzuschreiben, die uns momentan stressen oder überfordern. Auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Allergien, Verspannungen oder Rückenschmerzen können Menschen reizbarer machen. Eine dauerhaft erhöhte Reizbarkeit und Gereiztheit kann jedoch auch auf das Vorliegen einer Hochsensibilität oder eine psychische Erkrankung hinweisen. Immer gereizt? – Umgang mit Gereiztheit, Ursachen erhöhter Reizbarkeit weiterlesen

Emotionale Erpressung – verstehen, und Umgang damit

Emotionale Erpressung kommt in fast jeder hierarchischen Beziehung vor. Oft wird der Erpressungsversuch vom Erpresser nicht für eine Manipulation auf psychischer Ebene gehalten, sondern für sein gutes Recht. Begründet wird das oft mit hierarchischen Abhängigkeiten. Viele Eltern sagen beispielsweise „Solange Du Deine Füße unter unserem Tisch stehen hast, tust Du das, was wir sagen.“

Wenn eine Mutter ihrem Kind gegenüber zur emotionalen Erpresserin wird, setzt sie das Kind unter Druck. Sie stellt eine Drohung, eine Bestrafung oder Liebesentzug in den Raum, der als Erfüllungsgehilfe der emotionalen Erpresserin dienen soll. Bei innerem Widerstand oder dem Gedanken an eine Nichterfüllung des mütterlichen Wunsches werden Schuldgefühle und innere Konflikte bei ihrem Gegenüber ausgelöst. „Wenn Du mir das antust, werde ich nie wieder mit Dir sprechen.“ Die Manipulation der Mutter oder der Ehefrau wird über die Gefühlsebene ausgeübt. Schuldgefühle sind jedoch nicht die einzige Erpresser-Waffe. Ins Spiel mit den Emotionen werden auch Emotionale Erpressung – verstehen, und Umgang damit weiterlesen

Traumatherapie – Trauma behandeln ► Wege der Traumabewältigung

Methoden der Traumatherapie / Traumabewältigung im Überblick

Ein Trauma ist in der Psychologie eine seelische Verletzung. Durch ein schlimmes Erlebnis wird das psychische Gleichgewicht eines Menschen gestört. Traumatische Ereignisse sind vor allem Naturkatastrophen, Kriege, körperliche oder psychische Gewalt, schwere Unfälle, schwerwiegende Krankheiten oder Todesfälle. Unter Typ-I-Traumata versteht man einmalige traumatische Vorkommnisse, unter Typ-II-Traumata hingegen mehrere aufeinanderfolgende oder anhaltende schlimme Erfahrungen.

Psychische Störungen können die Folge eines Traumas sein. Unterschiedliche Traumafolgestörungen sind bekannt, und erfordern unterschiedliche Verfahren in der Traumabewältigung:

  • Akute Belastungsreaktion: eine Reaktion auf eine schwere Belastung, die einige Stunden oder Tage dauert und dann vorbei ist
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): eine verzögerte, anhaltende Reaktion auf ein traumatisches Ereignis, die mit ständigen Erinnerungen an das Erlebte einhergeht (siehe Übersichtsartikel zum Thema Posttraumatische Störung)
  • Anpassungsstörung: ein Zustand subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, der alltägliche Verrichtungen behindert (siehe Übersichtsartikel zum Thema Anpassungsstörung)

Traumatherapie – Trauma behandeln ► Wege der Traumabewältigung weiterlesen

Wahnvorstellungen ▲ Symptome, Ursachen und das Problem der Wahnvorstellung im Alter

Wahnvorstellung, wahnhafte Wahrnehmungen, Paranoia und Halluzinationen – was unterscheidet diese Begriffe eigentlich? In der Psychologie zählen Wahnvorstellungen zu den psychischen Krankheiten (siehe psychische Probleme). Möglich sind aber auch organische bzw. körperliche Verursacher. Organische Fehlfunktionen oder gestörte Stoffwechselprozesse können ebenso zu psychischen Folgen führen, wie es umgekehrt der Fall sein kann. Wahnvorstellungen ▲ Symptome, Ursachen und das Problem der Wahnvorstellung im Alter weiterlesen

Sucht und Abhängigkeit verstehen – Komorbiditäten von psychischen Erkrankungen und Suchtverhalten

Der politische Umgang mit Drogen und Suchtkrankheiten ist und bleibt ein Thema, das die Menschheit beschäftigt: Obwohl viele Nationen auf eine strenge Drogenpolitik setzen und den Besitz und Verkauf von Drogen hart bestrafen, ist die Abhängigkeit noch nie erfolgreich abgeschafft worden. Dies könnte daran liegen, dass unser gegenwärtiger Ansatz von vorneherein nicht zielführend sein kann, weil wir Abhängigkeit schlicht falsch verstehen: Es besteht eine statistisch nicht zu ignorierende Korrelation zwischen Suchtkrankheiten und psychischen Erkrankungen (sogenannte Komorbidität), die die Frage aufwirft:

Gehören unsere Drogenabhängigen statt ins Gefängnis oder in die Entzugsklinik vielleicht eigentlich eher in die Psychiatrie?

Sollten wir uns statt mit den Symptomen der Sucht nicht vielleicht mehr mit ihren Ursachen beschäftigen? Und wie kommt es überhaupt, dass Suchtverhalten und psychische Störungen so häufig Hand in Hand gehen?

Im Folgenden finden Sie einige Informationen, die es Ihnen möglich machen sollen, sich selbst ein Bild davon zu machen, ob, und wenn ja wo, in unserem Verständnis von und unserem Umgang mit Sucht etwas schiefläuft. Sucht und Abhängigkeit verstehen – Komorbiditäten von psychischen Erkrankungen und Suchtverhalten weiterlesen

Psycho-Kinesiologie: Angstbewältigung mit Kinesiologie

Die Kinesiologie oder Psychokinesiologie ist ein alternativmedizinisches Verfahren, das unter anderem in der Naturheilpraxis bei der Angstbewältigung eingesetzt werden kann. Erfunden wurde die Psycho-Kinesiologie von Dr. Dietrich Klinghardt.

Grundlage dieser wissenschaftlich nicht anerkannten Methode, die der Körpertherapie oder Chiropraktik nahesteht, ist der kinesiologische Muskeltest. Dabei bewegt der Therapeut im Frage-Antwort-Dialog mit seinem Patienten dessen Arm. Der angstbesetzte Klient beantwortet die gestellte Frage lediglich mittels Gegendruck gegen die Hand des Therapeuten. Andere Antworten sind nach dem Vorgespräch, bei dem die Angstproblematik bereits skizziert wurde, nicht erforderlich. Der Patient kommuniziert hier über seine Muskulatur. Dadurch können unbewusste Blockaden wirksamer erkannt werden, als wenn sie durch Erzählungen überlagert und bewusst/unbewusst verschleiert werden. Psycho-Kinesiologie: Angstbewältigung mit Kinesiologie weiterlesen

Emotional abhängig: Emotionale Abhängigkeit lösen

Emotional abhängig? – Haben wir nicht alle Angst, von unserem Lebenspartner verlassen zu werden? Fällt es uns nicht unheimlich schwer, unsere Kinder gehen zu lassen, wenn sie erwachsen sind? Und hängen wir nicht selbst an unseren Eltern und fragen sie immer wieder um Rat, wenn wir längst eine eigene Familie haben? Wir fürchten uns davor, allein zu sein, von anderen durch Trennung oder Tod verlassen zu werden. Das ist völlig normal, solange wir uns nicht an einen Menschen klammern und uns dabei selbst aufgeben.

Was ist emotionale Abhängigkeit?

Der Mensch ist ein soziales Wesen und nicht fürs Alleinsein geschaffen. Er braucht andere zur psychischen und körperlichen Unterstützung und diese brauchen ihn. In der Psychologie wird eine gewisse Abhängigkeit in menschlichen Beziehungen als notwendig erachtet, denn dadurch wird die Bindung gefestigt. Doch wenn eine Person einseitig und übertrieben an ihrem Partner, ihren Eltern oder Kindern hängt und sich ohne sie wertlos fühlt, kann die emotionale Abhängigkeit krankhaft werden. Emotional abhängig: Emotionale Abhängigkeit lösen weiterlesen

Selbstliebe als Mittel gegen psychische Probleme

Sich selbst lieben lernen und Selbstliebe zu entwickeln ist ein wichtiges Mittel gegen verschiedene psychische Probleme. Doch was versteht man darunter? – Selbstliebe ist ein Gefühl der bedingungslosen Zuneigung und Wertschätzung, welches man sich selbst gegenüber hegt und das sich in Handlungen ausdrückt, die das eigene seelische und körperliche Wohlbefinden und Wachstum fördern. Selbstliebe lernen hilft uns, uns selbst mit all unseren Stärken und Schwächen zu akzeptieren und uns selbst Verständnis und Mitgefühl entgegenzubringen. Selbstliebe als Mittel gegen psychische Probleme weiterlesen

Innere Leere – verstehen, aushalten, überwinden

Das Absurde ist, dass auch jemand, der alles zu haben scheint, das Gefühl innerer Leere haben kann. Leere ist also nicht abhängig von Armut, Einsamkeit oder Formen der Depression. Doch während Menschen, die einsam sind oder nicht viel Geld zur Verfügung haben, durchaus glücklich sein können und keine innere Leere kennen, sind depressive Menschen sehr viel eher von diesem Gefühl bedroht.

Innere Leere signalisiert einen gefühlten Mangelzustand. Die Verbindung zu allem, was man besitzt, über das man verfügen kann und was einem geschenkt wird, ist verloren gegangen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens drängt sich in den Vordergrund. Die Frage, wer man ist und welche Bedeutung das eigene Dasein für irgendjemanden hat, wird immer lauter. Negative Gedanken und Niedergeschlagenheit machen sich breit. Irgendetwas fehlt im Leben. Mancher fühlt sich auch in Gesellschaft anderer einsam und unverstanden. Viele Menschen fühlen sich innerlich wie taub. Innere Leere – verstehen, aushalten, überwinden weiterlesen

Vegetative Dystonie beleuchtet (Psychovegetative Dystonie)

Als vegetative Dystonie oder psychovegetative Dystonie wird ein Symptomkomplex bezeichnet, bei dem die Erregungsleitung des vegetativen Nervensystems beeinträchtigt ist. Damit zählt sie zu den sogenannten „somatoformen Störungen“ (vgl. Somatisierungsstörung). Ob es sich überhaupt um ein in sich geschlossenes Krankheitsbild oder ein Syndrom im engeren Sinne handelt, ist bislang nicht gesichert. Bis zur sicheren wissenschaftlichen Einordnung stellt es daher eher eine Hypothese dar, aus diesem Grund wurde bislang auch keine zugehörige Nummer im ICD-10 (International Classification of Diseases) oder DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) vergeben. Eine offizielle Empfehlung zu Therapie oder Medikamenten existiert ebenfalls nicht. Vegetative Dystonie beleuchtet (Psychovegetative Dystonie) weiterlesen

Minderwertigkeitskomplex: Woher kommen Minderwertigkeitsgefühle? Wie damit umgehen?

Ursachen, Auswirkungen und Therapie von Minderwertigkeitsproblematiken

Minderwertigkeitsgefühle beschreiben in der Psychologie die Sorge, nicht gut genug zu sein, nicht genügen zu können, anderen nicht zu gefallen. Praktisch jeder Mensch kennt Phasen in seinem Leben, in denen solche Minderwertigkeitskomplexe eine Rolle spielen. Minderwertigkeitsgefühle treten bei Frauen und bei Männern gleichsam auf, auch Kinder können betroffen sein. Sofern solche Gefühle nicht überhand nehmen und entsprechende Angst nicht das Leben bestimmt, besteht kein Grund zur Sorge. Problematisch wird es aber, wenn ein Minderwertigkeitsgefühl den Alltag bestimmt. Dann ist es höchste Zeit, sich über das Zustandekommen dieser Gefühle bewusst zu werden und gegebenenfalls auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Minderwertigkeitskomplex: Woher kommen Minderwertigkeitsgefühle? Wie damit umgehen? weiterlesen

Rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode

Wie komplex die medizinische Bewertung von rezidivierenden depressiven Störungen ist, zeigt der ICD-10 an. Es werden dort unterschiedliche Feinheiten und Schweregrade depressiver Episoden voneinander unterschieden, wobei jede einzelne als textliche Beschreibung vorliegt. Sie wird aber auch nach einem bestimmten Schema nummeriert. Die rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode findet sich im ICD-10 als F33.1 bezeichnet. Rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode weiterlesen

Depressiv | Bin ich depressiv? Was sind Symptome?

Gibt es (Vorab-)Tests für Laien abseits der ärztlichen ICD-10-Diagnose?

Depressionen können sehr viele Gesichter haben und außerdem haben sie eine weite Verbreitung. Wie bei sehr vielen psychischen Erkrankungen besteht das Krankheitsbild aus einer Reihe von extremen Ausprägungen verschiedener normaler Gefühle oder Verhaltensweisen. Deswegen kann die Frage „Bin ich depressiv?“ für einen selbst mitunter schwer zu beantworten sein. Depressiv | Bin ich depressiv? Was sind Symptome? weiterlesen

Zwänge besiegen – wie Zwangserkrankungen überwunden werden können

Freiwilligkeit und Zwänge stehen sich als Gegensatzpaare gegenüber. Normale Menschen waschen sich, wenn sie sich verschwitzt oder schmutzig fühlen. Sie duschen vielleicht an manchen Tagen mehrmals, weil es notwendig erscheint. Für die Haut ist das nicht unbedingt gut – aber ein Zwang ist dennoch etwas anderes. Denn bei der Freiwilligkeit gibt es einen äußeren Anlass. Der Mensch unter der Dusche hat Holz gehackt. Er anschließend ist schmutzig und verschwitzt. Das Duschen ist eine Notwendigkeit. Ähnlich verhält es sich, wenn eine Frau nach einer Vergewaltigung das Bedürfnis hat, sich wiederholt zu duschen. Zuvor sollte sie allerdings die genetischen Spuren beim Polizeiarzt sichern lassen.

Duscht hingegen jemand fünfzehnmal am Tag und es gibt keinen ersichtlichen Grund dafür, ist es vermutlich eine Zwangserkrankung (Zwangskrankheit). Sie beruht auf einer inneren Notwendigkeit. Die weiter unten zu findende Zwänge Liste ist für alle Betroffenen ein erster Hinweis, dass eine von ihnen ausgeübte Handlung einen zwanghaften Charakter angenommen hat.

In der Häufigkeit der Zwänge dominieren der Reinigungs- und Waschzwang – oft als Sauberkeitsfimmel ohne Krankheitswert deklariert – sowie der Kontrollzwang und Ordnungszwang. Zwänge besiegen – wie Zwangserkrankungen überwunden werden können weiterlesen