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Schlaftabletten / Schlafmittel – Risiko oder Hilfe?

Die Anzahl der Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, ist enorm und steigt ständig. Mittlerweile gehen Experten von etwa vier Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Schlafstörungen können das Leben der Menschen regelrecht zur Hölle machen, es ist also nicht weiter verwunderlich, dass viele von ihnen auf der Suche nach einem Gegenmittel sind – Schlaftabletten oder sonstige Schlafmittel. Dabei greifen Betroffene zu den verschiedensten verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten und versuchen ihre Schlafprobleme teilweise auch sehr starke Schlaftabletten zu bekämpfen, die ihre Nebenwirkungen haben. –

Eines klar: Der Apotheken- und Drogerie-Markt gibt so allerlei Schlafmittel her, u.a. mit Diphenhydramin oder Doxylamin. Doch welche von ihnen helfen? Und welche Gefahren gehen mit ihrem Gebrauch einher?

Was sind Schlafstörungen?

Doch eins nach dem anderen, um ein vernünftiges Verständnis als Grundlage eigener Entscheidungen zu haben: Wann sind Schlafprobleme bzw. Einschlafprobleme wirklich ernsthaft? Wann spricht man von ärztlich relevanten Schlafstörungen bzw. Einschlafstörungen?

Schlafstörungen sind regelmäßige und wiederkehrende Probleme wie Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen, die Betroffene daran hindern, ein Mindestmaß an Schlafqualität oder -quantität zu erreichen.

Die Ursachen können sehr unterschiedlich und sowohl physischer, psychischer als auch umweltbedingter Natur sein. So kann es sich beispielsweise um psychische Erkrankungen handeln, ebenso wie Stress, Schichtarbeit, Lärm oder falsche Verhältnisse im Schlafzimmer. Auch körperliche Erkrankungen wie Schlafapnoe, Übergewicht und andere Gesundheitsprobleme können Schlafstörungen bedingen. Ihnen gemein ist, dass die Betroffenen enorm unter ihren Schlafproblemen leiden. Allerdings unterscheidet sich die Art der Behandlung je nach Ursache erheblich.

Wer das Gefühl hat, er kann nicht einschlafen, durchschlafen oder wacht trotz ausreichend Schlaf morgens erschöpft auf, sollte sich zunächst über die Ursache klar werden und nicht gleich zu einer nächstbeliebigen Schlaftablette greifen. Schlafmittel wie Tabletten, Dragees, Tropfen oder Tees können, je nach Präparat und Grunderkrankung, durchaus hilfreich sein. Der Nutzer sollte sich jedoch stets der Risiken bewusst sein und sie, wenn überhaupt, sinnvoll einsetzen. Als Dauerlösung sind Schlafmittel generell nicht geeignet, insbesondere nicht starke Schlaftabletten mit chemischen Wirkstoffen.

Welche Arten Schlafmittel gibt es und was sind ihre Nebenwirkungen?

Zu den Schlafmitteln – nach dem griechischen Gott Hypnos auch als Hypnotikum bezeichnet – zählen sehr unterschiedliche Stoffgruppen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen. Je nachdem werden zu ihnen auch die schlaffördernden Sedativa (Beruhigungsmittel) und die schlaferzwingenden Narkotika (Narkosemittel) gezählt. Letztere, zu denen die Barbiturate gehören, werden jedoch aufgrund der leichten Überdosierbarkeit und Suchtgefahr nicht mehr als Schlafmittel verwendet.

Neben dem privaten Gebrauch werden Schlaftabletten üblicherweise zur Vorbereitung einer Narkose oder eines medizinischen Eingriffs sowie bei psychischen Ausnahmezuständen wie akuten Krankheitsschüben verschiedener Störungen oder einem Schock eingesetzt. Ihre Klassifizierung richtet sich nach Art der Wirkung (kurz oder lang), Stärke und physiologischem Ansatzpunkt. Es existieren sowohl synthetische als auch pflanzliche Produkte. Im nicht-missbräuchlichen und („Einsteiger-„)Bereich sind von Konsumenten besonders pflanzliche Schlafmittel bzw. pflanzliche Schlaftabletten nachgefragt.

Grundsätzlich sollten sich Betroffene darüber im Klaren sein, dass Schlafmittel den Schlafrhythmus und das Schlafprofil verändern, desto mehr, je stärker sie wirken und je länger sie genommen werden. Andererseits gibt es auch Erkrankungen, bei denen ein kurzfristiger Einsatz sich deutlich positiv auf den Verlauf auswirkt, beispielsweise viele Psychosen (Was ist eine Psychose?).

Generell sollten Schlaftabletten und Alkohol niemals kombiniert werden, Ausnahmen gelten nur bei den pflanzlichen Präparaten. Dieses Tabu gilt speziell für starke Schlaftabletten und Alkohol, da beide atemdepressiv wirken und zu lebensgefährlichen Zuständen führen können.

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Schlafmittelarten

    • Pflanzliche Schlafmittel
    • Benzodiazepine (siehe Benzodiazepin)
    • Nicht-Benzodiazepin-Agonisten
    • Antihistaminika
    • Melatonin
    • Andere

Pflanzliche Schlafmittel

Von Auszügen des Schlafmohns (Papaver somniferum) abgesehen, besitzen die meisten pflanzlichen Schlafmittel keine sehr intensive Wirkung, man bezeichnet sie eher als schlafanstoßend. Das hat den Vorteil einer relativ geringen Gefahr von Abhängigkeit und unbeabsichtigter Überdosierung. Allerdings sind sie aus demselben Grund seltener bei schweren Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen wirksam. Zu den eingesetzten Präparaten gehören Auszüge aus Johanniskraut (siehe auch: positive Wirkung von Johanniskraut), Baldrian, Hopfen, Melisse (u.a. in Euvegal 320 / 160) und Passionsblumen (siehe auch: Passionsblume Tabletten: Wirkung, Test, Erfahrungen).

Häufig werden Kombinationen der genannten Pflanzen eingesetzt, um eine bessere Wirksamkeit zu erreichen. Am ehesten bestätigen Studien die Wirksamkeit von Baldrian, während Johanniskraut eher bei depressiven Störungen zum Tragen kommt (siehe depressive Verstimmung). Die Nebenwirkungen sind insgesamt als gering einzuschätzen, so kann es bei der Einnahme von Johanniskraut zu erhöhter Photosensibilität und damit einhergehend Sonnenbrand kommen.

Im Falle von Baldrian wurden selten Magen-Darmbeschwerden und Unruhe, im Falle von Hopfen keinerlei Nebenwirkungen registriert. Allerdings sollten Betroffene auf eine ausreichend hohe Dosierung der Wirkstoffe in den Präparaten achten, beispielsweise 600mg Baldrianauszug als Tagesdosis, wenn man überhaupt ansatzweise die Wirkung einer Schlaftablette damit reproduzieren will.

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Benzodiazepine

Benzodiazepine stellen eine Gruppe starker Schlaftabletten dar, die neben beruhigender, angst- und krampflösender Wirkung auch schlaffördernd sind. Zu den bekanntesten Präparaten zählen Diazepam (Valium, Faustan), Lorazepam (Tavor), Temazepam, Flurazepam, Nitrazepam, Oxazepam und Triazolam. Sie wirken in mehreren Schlafstadien, beeinträchtigen den wichtigen REM-Schlaf jedoch nicht. Zu den Vorteilen gehören die zuvorderst genannten Eigenschaften, da sie sich auch positiv auf solche Schlafstörungen auswirken, die als Symptom psychischer Erkrankungen wie Psychosen, Depressionen oder Angststörungen auftreten. Ein weiterer Vorteil besteht in der hohen letalen Dosis, die dazu führt, dass absichtliche oder versehentliche Überdosierungen verhältnismäßig selten sind. Umso bedeutsamer ist jedoch die Abhängigkeitsgefahr, die Benzodiazepinen innewohnt. Bereits nach mehr als zwei bis vier Wochen regelmäßiger Nutzung kann eine Sucht entstehen, der nur durch einen klinischen Entzug beizukommen ist. Die Abhängigkeit ist dabei ausgesprochen stark und führt zu heftigen Entzugserscheinungen, die medikamentös behandelt werden müssen. Aus diesem Grund fallen sie in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz und zählen zu den verschreibungspflichtigen Schlaftabletten.

Nicht-Benzodiazepin-Agonisten

Eine etwas modernere Wirkstoffgruppe starker Schlaftabletten stellen die sogenannten Nicht-Benzodiazepin-Agonisten – auch Z-Medikamente genannt – dar, zu denen Zolpidem, Zopiclon und Zalepon gehören. Ihr Abhängigkeitspotential ist im Vergleich zu Benzodiazepinen ähnlich groß, obschon zunächst etwas anderes angenommen wurde. Sie wirken weniger stark muskelrelaxierend, können jedoch ebenfalls zu einem deutlichen Hangover am Tag nach der Einnahme führen. Nichtsdestotrotz werden sie aktuell am häufigsten zur Kurzzeitbehandlung bei Schlaflosigkeit verschrieben.

Antihistaminika

Antihistaminika werden für gewöhnlich eingesetzt, um Allergien zu bekämpfen – nicht unbedingt und explizit als Schlaftablette. Eine der gängigsten Nebenwirkungen stellt jedoch Müdigkeit dar, die je nach Präparat unterschiedlich stark ausfällt. Dieser Effekt kann beim Einsatz im Fall von Einschlafproblemen genutzt werden. Besonders stark tritt er beispielsweise bei Doxylamin auf. Vorteilhaft ist, dass es zwar zu einem Gewöhnungseffekt, allerdings zu keiner klassischen körperlichen Abhängigkeit kommt. Von Nachteil sind die je nach Anwender unterschiedlich intensiven Nebenwirkungen wie Schwindel und Übelkeit. Zudem führen Antihistaminika zu einem Ausbleiben der REM-Phase, die für einen gesunden Schlaf wichtig ist.

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Melatonin

Melatonin ist eines der menschlichen Hormone, die den Tag-Nacht-Rhythmus regulieren. Dabei wirkt Melatonin dämpfend und leitet die Schlafphase ein. Wenn aus verschiedenen Gründen ein Melatoninmangel besteht, kann eine künstliche Substitution diesen ausgleichen. Auch hier sollte es sich jedoch idealerweise nur um einen kurzfristigen Einsatz handeln, bis die Ursache behoben ist. Diese kann beispielsweise in Schichtdienst, hormonellen Problemen oder einem Jetlag liegen und zu Schlaflosigkeit führen. Wenn die Melatoninproduktion aus einem dieser Gründe unterdrückt wurde, fällt es den Betroffenen schwer, wieder einen normalen Schlafrhythmus zu entwickeln. Kontraindiziert ist Melatonin unter Umständen bei Depressionen, hier muss die Wirkung gut beobachtet und der Gebrauch abgewogen werden, da es auch stimmungsdämpfend wirkt. Keinesfalls sollte es bei saisonalen Depressionen genutzt werden, die ohnehin mit einem zu hohen Melatoninspiegel einhergehen.

Andere Schlafmittel- / Schlaftabletten-Arten

Unter bestimmten Umständen werden auch weitere Medikamente als Schlafmittel genutzt. So werden einige atypische Neuroleptika wie Quetiapin (Seroquel) im Off-Label-Gebrauch eingesetzt, da sie auch dämpfende Wirkung aufweisen. Diese wird bei einer entsprechenden Erkrankung wie Schizophrenie oder Depressionen als Schlafförderung genutzt. Es ist aufgrund der damit verbundenen Nebenwirkungen jedoch ebenfalls nicht zur Dauermedikation geeignet (siehe auch: Nebenwirkung Antidepressiva).

Gesunde Schlafhygiene vor Schlaftablette

Wer merkt, „ich kann nicht einschlafen“ oder „ich kann nicht durchschlafen“ – und das mehr als dreimal die Woche und länger als drei Wochen am Stück -, der sollte nicht als erstes an verschreibungspflichtige Schlaftabletten denken. Oft ist dann von der sogenannten „Schlafhygiene“ die Rede. Doch was genau versteht sich darunter? Gemeint ist, möglichst ideale Bedingungen für Körper und Psyche zu schaffen, um einzuschlafen. Dazu gehört beispielsweise, nicht bis zum späten Abend zu arbeiten oder andere Aufgaben zu erledigen, die als stressig empfunden werden. Auch nächtliches Grübeln oder Beziehungsstreit sollten möglichst vermieden werden – Diskussionen besser auf den kommenden Tag verschieben. Aber auch eigentlich positive Ablenkung wie Computerspielen, Surfen im Internet oder Fernsehen können zu Einschlafproblemen führen. Zum einen, weil das künstliche Licht der Monitore die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmen kann. Zum anderen, weil eine große Reizmenge und aufregende Unterhaltung die Dopaminausschüttung anregt und den Geist daran hindern kann, abzuschalten. Das gilt in noch höherem Maße für Menschen, die mit Tablet oder Smartphone zu Bett gehen.

Im besten Fall sind Arbeits- und Schlafbereich getrennt, mindestens ist es jedoch ein Tabu, im Bett zu arbeiten. Hilfreich können auch bestimmte Rituale, also feste Gewohnheiten vorm Schlafengehen sein, beispielsweise das Licht zu dimmen und einige Seiten in einem Buch zu lesen oder vorm abendlichen Zähneputzen einen Kakao zu trinken etc. – Das kann helfen, den Kopf und Körper daran zu gewöhnen, dass als nächstes geschlafen wird, sodass automatisch eine gewisse Müdigkeit eintritt – ohne dass es immer und jeden Tag automatisch einer Schlaftablette als Einschlafhilfe bedarf.

Auch die Einrichtung des Schlafzimmers spielt eine Rolle: Die Luft sollte nicht zu trocken oder warm sein, kühle Temperaturen, Ruhe und Dunkelheit sind hilfreich. Matratze und Bettwäsche sollten den eigenen Vorlieben und möglichen körperlichen Beschwerden angepasst sein und dafür sorgen, dass der Schläfer sich im Bett wohlfühlt.

Schlussendlich sind besonders für Frauen – aber auch für manchen Mann – kalte Füße ein Einschlafhindernis. Betroffene profitieren von dicken Schlafsocken oder einer Wärmeflasche. Auf entsprechenden Selbsthilfeseiten lassen sich viele weitere hilfreiche Tipps finden, beispielsweise nützliche Anleitungen per Video:

YOUTUBE: Die besten Tipps für einen gesunden Schlaf und gegen Schlafprobleme (Schlafstörungen, Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen | Einschlaftipps und Einschlafhilfen – auch ohne Diphenhydramin oder Doxylamin (youtube.com/watch?v=r5F7d4EbJ1Q)

Letztendlich sollte jedoch klar sein, dass diese Hinweise lediglich bei leichteren, durch den Lebenswandel bedingten Schlafstörungen eine signifikante Wirkung entfalten können. Daneben gibt es auch Menschen, die schlicht empfindlichere und unruhigere Schläfer sind, so wie auch andere Körperfunktionen, von Verdauung bis Sexualtrieb, individuelle Unterschiede aufweisen.

Verschreibungspflichtige starke Schlaftabletten hingegen stellen immer nur eine kurzfristige Lösung dar. Vor allem ist es unabdingbar, die Ursache der eigenen Schlafprobleme, beispielsweise mit Hilfe eines Schlaflabors, Facharztes oder Psychologen zu ergründen. Liegen körperliche oder psychische Erkrankungen vor, steht es an erster Stelle, diese zu behandeln, um der resultierenden Schlaflosigkeit Herr zu werden. Die tägliche Schlaftablette behandelt Symptome, aber keine Ursachen!

YOUTUBE: Focus Online: Ihr habt Schlafstörungen oder einfach nur Probleme, am Abend einzuschlafen? Ein Wissenschaftler hat nun angeblich eine Lösung gefunden. Die Methode heißt „8-7-4-Atemtechnik“ und soll helfen, in Zukunft viel schneller Nachtruhe zu finden – ohne den Griff zur Schlaftablette oder ähnlichen Einschlafhilfen. (youtube.com/watch?v=LRZjz2kKW8k)

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