Angst vor Spiegeln - Spektrophobie - Angst vor dem eigenen Spiegelbild (© Photographee.eu / Fotolia)

Spektrophobie – Angst vor eigenem Spiegelbild / Spiegeln im Allgemeinen

Spektrophobie bezeichnet die Angst vor Spiegeln und/oder Angst vor dem eigenen Spiegelbild. Unter dem Begriff wird auch die Angst vor Gespenstern und Geistern mit eingefasst.

Spektrophobie – Die Angst vor dem Spiegelbild

Die Angst vor dem eigenen Spiegelbild kann viele Ursachen haben, aber wie das meiste liegt der Beginn vermutlich in der Kindheit. Vielleicht litt man als Kind unter einer Hautkrankheit und wurde gemobbt. Man fühlte sich schlecht und nicht wertvoll, der Blick in den Spiegel war durch die Krankheit eine Qual. Solche Menschen leiden noch lange unter den Folgen. Auch bei Übergewicht und sonstigen herausstechenden körperlichen Merkmalen in der Kindheit kann später eine Spektrophobie im Leben auftreten. Die Angst kann so weit gehen, dass man Räume mit Spiegeln nicht betreten möchte. Jeder Blick in den Spiegel gleicht einer Demütigung und wird oft mit tiefem Schmerz verbunden.

Betroffene verlassen ihre eigenen vier Wände nur ungern, das Leben ist oftmals unglaublich eingeschränkt.

Spektrophobie – Die Angst vor Geistern

Die zweite Form der Spektrophobie ist die Angst vor Gespenstern. Sie bezieht sich auch auf Spiegel, weil man Angst davor hat, im Spiegel einen Geist zu entdecken.

Symptome dieser Angst sind:

Die Betroffenen bekommen Herzrasen wenn sie einen Spiegel sehen. Der morgendliche Besuch im Badezimmer kann zum Horror werden. Manchmal laufen Spektrophobiker nach Benützung der Spiegel panisch aus dem Raum, wie ein Kind, das ein Monster unter dem Bett vermutet.

Sicherheit bieten oft nur andere Mitmenschen oder seltsame Rituale.

Auch andere Orte, an denen Geister vermutet werden, können nicht besucht werden. Dazu zählen auch Orte mit wenig Licht, Wälder oder Orte mit vielen Schatten und Plätze wo unerwartete Geräusche auftreten können.

Geht ein Betroffener abends auf einer Straße, die von Büschen und Bäumen umringt ist, so wird er sicher das ein oder andere Tierchen hören. Igel, Mäuse und Vögel leben in den Bäumen und Büschen. Für den Spektrophobiker sind es aber Gespenster und Dämonen. Die Angst und Panik kann in Todesangst ausarten, der Stress ist kaum vorstellbar.

Aber auch tagsüber haben Betroffene Angst. Ein Spaziergang in der Mittagszeit im Park kann den Horror auch schon auslösen. Sobald der Betroffene alleine ist, gehen meistens die Symptome los.

Dabei ist es egal wie blau der Himmel, wie hell und ersichtlich die Wohnung oder wie still die einsame Hütte am Berge ist.

Jedes unerwartete Geräusch wird zur Qual, knackst der alte Holzfußboden so wird sofort ein Geist vermutet.

Was hilft gegen Spektrophobie?

Bei beiden Fällen, bei der Angst vor dem eigenen Körperbild sowie bei der Angst vor Gespenstern, empfiehlt sich eine Psychotherapie. Dort können neue Strategien entwickelt werden, wie man zu einem besseren Selbstbild und Körpergefühl kommen kann. Sport und Meditation können die Symptome ebenso lindern (siehe Meditieren lernen).

Bei der Gespensterangst können die tiefsitzenden traumatischen Erlebnisse aufgearbeitet werden, die die Störung auslösen. Der Betroffene lernt Strategien, um den Stresspegel im Zaum zu halten.

Quellen:

Siehe auch auf dieser Website:

Neurotizismus | Neurotisches Verhalten verstehen

Psychosen ► Was ist eine Psychose / psychotische Störung?

Narzissmus / narzisstische Persönlichkeitsstörung