Schlagwort-Archive: Psychotherapie

Metakognition und metakognitive Therapie bei Angststörungen und Depressionen

Metakognitionen sind übergeordnete geistige Strukturen. Sie sorgen dafür, wie wir unser Wissen anwenden, Entscheidungen treffen und in bestimmten Situationen agieren. Bei den meisten Menschen läuft ein Großteil dieser mentalen Prozesse unbewusst ab. In der Psychologie / Psychotherapie werden mit der metakognitiven Therapie (MCT) hervorragende Ergebnisse bei Angststörungen aller Art erzielt. Metakognition und metakognitive Therapie bei Angststörungen und Depressionen weiterlesen

Psychologischer Psychotherapeut – was ist das Spezielle daran?

Unterschiedliche „Arten“ von Psychotherapeuten?!

Die meisten Menschen, die noch nie eine Psychotherapie erlebt haben, kennen sich mit den begrifflichen Feinheiten und den verschiedenen therapeutischen Konzepten dieses Berufsfeldes nicht aus. Sie unterscheiden bestenfalls zwischen einem Psychotherapeuten und einem Psychiater. Oftmals wird zusammenfassend von „Psychologen“ gesprochen. Manche Menschen kennen noch die Heilpraktikerin, die eine psychologische Zusatzausbildung abgeschlossen hat. Zu den speziellen Richtungen der Psychotherapie wissen oft nur vorgebildete Menschen etwas mehr zu sagen. Psychologischer Psychotherapeut – was ist das Spezielle daran? weiterlesen

Systemische Therapie erklärt – Was ist das, und wie läuft diese Form von Psychotherapie?

Die systemische Therapie ist auch als systemische Familientherapie bekannt. Es geht dabei um ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren mit Schwerpunkt auf den sozialen Kontexten von psychischen Störungen. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Betonung dieser Methode auf den Interaktionen zwischen Familienmitgliedern liegt, aber auch deren weitere Umgebung berücksichtigt.

Jedes familiäre Universum enthält dieser Therapierichtung zufolge unausgesprochene Normen. Diese betreffen das Zusammenleben – und somit auch das Entstehen und den Umgang mit psychischen Störungen. Man könnte auch von innerfamiliären Verhaltensregeln sprechen, die oft nicht direkt ausgesprochen werden, aber jedem in diesem kleinen Universum bewusst sind. Es geht bei der systemischen Therapie also um ein soziales System, um Beziehungsgeflechte und deren Funktionieren oder Versagen.

Folglich bezieht die systemische Therapie nicht nur den Patienten in die Therapie ein, sondern auch einige oder alle Mitglieder seines sozialen Umfelds. In 2020 ist die systemische Therapie eine in Deutschland offiziell anerkannte Therapieform. Sie kann somit als Kassenleistung in Anspruch genommen werden. Die gesetzlichen Krankenkassen akzeptieren bisher nur vier verschieden Therapieverfahren als wissenschaftlich nachweislich hilfreich. Systemische Therapie erklärt – Was ist das, und wie läuft diese Form von Psychotherapie? weiterlesen

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie – Was ist das, wie läuft das?

Tiefenpsychologische Therapie – Was ist das Besondere an diesem Verfahren der Psychotherapie?

Bei den derzeit angebotenen psychotherapeutischen Verfahren muss ein Interessierter generell zwei Therapie-Arten unterscheiden: die Therapieverfahren, die von den gesetzlichen Krankenkassen als hilfreich ansehen werden und anerkannt sind. Nur für diese vier Verfahren übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten – für alle anderen Therapieverfahren aber nicht. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie – Was ist das, wie läuft das? weiterlesen

Systematische Desensibilisierung bei Ängsten / in der Psychotherapie

Desensibilisierung in der Verhaltenstherapie durch Exposition, Reizkonfrontation und Flooding?

Jeder Mensch hat manchmal Angst – doch bei einer Angststörung ist die Furcht bzw. das Furchtgefühl so stark ausgeprägt, dass sie das Leben einschränkt und eine erhebliche Belastung darstellt. Sowohl die Psychologie als auch die Psychiatrie haben deshalb verschiedene Verfahren entwickelt, um Betroffenen zu helfen.

In der Psychologie und Psychotherapie steht dabei das Erleben und Verhalten im Vordergrund. Die Psychiatrie verfolgt eine medizinische Herangehensweise an die Angststörungen. Beide Vorgehensweisen können auch miteinander kombiniert werden. Systematische Desensibilisierung bei Ängsten / in der Psychotherapie weiterlesen

Die richtige Art von Psychotherapeut finden: Unterschiede verstehen

Die meisten Menschen möchten nicht unbedingt bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten aufschlagen. Als psychisch krank zu gelten, empfinden viele Menschen als stigmatisierend. Und den Gang zu einem Psychotherapeut bzw. einer Psychotherapeutin ebenfalls. Andererseits sind Depressionen, Angststörungen und Zwangsstörungen heute fast schon Volkskrankheiten. Auch wenn der Begriff „Neurose“ mittlerweile ungebräuchlich ist (vgl. Neurotizismus), sind viele Menschen Neurotiker, Narzissten oder weisen andere Persönlichkeitsstörungen auf. Diese Menschen werden oft keinem Psychologen vorgestellt. Sie scheinen sich mit ihrem Umfeld arrangieren zu können. Oder umgekehrt. Die richtige Art von Psychotherapeut finden: Unterschiede verstehen weiterlesen

Konfrontationstherapie bei Angststörungen | Konfrontation, Exposition, Flooding

Jeder Mensch kennt irgendwelche Ängste, die ihm in Art und Ausprägung oft unerklärlich sind. Intensive Furcht kann den Betroffenen für Momente handlungsunfähig machen, auch wenn jemand sie als irrational erkennt. Mancher hat Angst vor überfüllten Kinos, engen Fahrstühlen oder steilen Treppen. Ein anderer ängstigt sich vor Keimen, Knöpfen, Hochhäusern, Spritzen oder langen Krankenhausfluren. Auch Flugangst ist ein weit verbreitetes Phänomen. Solche Ängste sind ganz normal. Erst wenn die Furcht die Grenzen des Üblichen überschreitet und zum lebenseinschränkenden Problem wird, könnte eine Angsterkrankung oder Phobie dahinter stecken. Und auch wenn keiner der Betroffenen etwas wie „Stell‘ Dich Deiner Angst!“ hören will, so ist die Konfrontationstherapie bei Angststörungen doch eines der wirksamsten psychotherapeutischen Formate. Ganz so einfach, wie es klingt, ist es jedoch in vielen Fällen auch wieder nicht. Lesen Sie selbst!

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Gruppentherapie (Gruppenpsychotherapie): Vorteile, Nachteile, Themen, Ablauf, Erfahrungen

Gruppentherapie-Sitzungen als Element von Psychotherapie

Eine Gruppentherapie ist eine spezielle Form der Psychotherapie (siehe Psychotherapien im Überblick), bei der gruppenspezifische Phänomene therapeutisch genutzt werden. Dafür findet die Therapiesitzung in Gruppen mit mehreren Patienten statt. Eine genauere Bezeichnung ist dieser speziellen Form der Psychotherapie ist die der Gruppenpsychotherapie.

Die Größe der Gruppe kann stark variieren. Eine Gruppenpsychotherapie beginnt ab vier Patienten und in der Regel gilt eine Zahl von sieben bis zwölf Patienten als ideal. Allerdings gibt es auch Großgruppentherapien mit bis zu zweihundert Patienten. Diese stellen jedoch eine Ausnahme dar und wurden ursprünglich eher aus pragmatischen denn klinischen Gründen entwickelt. Angesichts einer zu geringen Zahl von Psychotherapeuten entwickelten sich die Großgruppentherapien, die schließlich auch Gruppenphänomene, die für solch eine Größe typisch sind, für sich nutzen konnten. Die eigentliche Gruppentherapie aber besteht in einer Kleingruppe und hat ihren Grund in dem bewussten medizinischen Nutzen von Gruppenphänomenen. Es können verschiedene Themen in ihrem Rahmen besprochen bzw. behandelt werden. Gruppentherapie (Gruppenpsychotherapie): Vorteile, Nachteile, Themen, Ablauf, Erfahrungen weiterlesen