Schlagwort-Archive: Antidepressiva

Elontril – Erfahrungen zu Nebenwirkungen, Wirkung und Wechselwirkungen des Antidepressivums

Elontril wird als schwach wirksamer selektiver Wiederaufnahmehemmer von Dopamin und Noradrenalin eingestuft. Elontril ist der Handelsname für ein Medikament, das als Monopräparat Bupropion als einzigen pharmakologischen Wirkstoff enthält (siehe Bupropion Wirkung).

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Tianeptin / Tianeurax – Erfahrungen zu Wirkung, Nebenwirkungen und Dosierung

Bei Depressionen von Erwachsenen kommt in neuerer Zeit häufiger das Medikament Tianeurax (Tianeptin) als neuartiges Antidepressivum zur Anwendung. Eingeführt und zugelassen wurde dieses Präparat erst 2011/2012. Tianeurax gehört in die Gruppe der trizyklischen Antidepressiva, denen der Hersteller relativ geringe Nebenwirkungen bescheinigt.

Fachleute erklären, dass Tianeurax ein sogenannter „Serotonin-Reuptake-Enhancer“ (SRE) ist und damit – anders als andere Antidepressiva – die Wiederaufnahme von Serotonin verstärkt, statt diese zu verringern oder hemmen. Genau deswegen ist umstritten, ob die antidepressive Wirkung so oder durch andere Effekte eintritt. Tianeptin / Tianeurax – Erfahrungen zu Wirkung, Nebenwirkungen und Dosierung weiterlesen

Valdoxan mit Agomelatin als Arzneiwirkstoff – Antidepressivum mit melatonerger Wirkung

Erfahrungen zu Valdoxan und Agomelatin im Blickpunkt

Valdoxan ist ein Arzneimittel, das als Wirkstoff 25 Milligramm Agomelatin je Filmtablette enthält und gegen „Major Depression“, also gegen Depressionen und depressive Verstimmungen verschrieben wird. Valdoxan wird vom zweitgrößten französischen Pharmahersteller Les Laboratoires Servier (Servier) hergestellt. Das Arzneimittel wurde 2009 von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) im zweiten Anlauf zugelassen, nachdem der Erstantrag des Herstellers Servier 2006 abgelehnt wurde (Wiki).

Der Wirkstoff Agomelatin gehört zur Gruppe der 5HT2C-Antagonisten mit melatonerger Wirkung. Das bedeutet, dass der Arzneiwirkstoff Serotonin-Rezeptoren 5HT2C im Gehirn besetzen kann und sich die gewünschte Erhöhung der Konzentration des Neurotransmitters Serotonin bei der Signalübertragung einstellt. Weil Agomelatin gleichzeitig aber auch als Agonist, also Stimulierer der Melatonin-Rezeptoren MT1 und MT2 wirkt, wird die Wirksamkeit des „Schlafhormons“ Melatonin gefördert, so dass auch ein gesunder Schlaf mit gesundem Schlafrhythmus unterstützt wird. Valdoxan mit Agomelatin als Arzneiwirkstoff – Antidepressivum mit melatonerger Wirkung weiterlesen

Tetrazyklische Antidepressiva und ihre Wirkung im Überblick

Tetrazyklika erklärt: Psychopharmaka der zweiten Generation erhöhen Noradrenalin- und Serotoninlevel

Unsere wechselnden Stimmungslagen sind äußeren Reizen, genetischer Disposition und dem sehr komplexen Zusammenspiel verschiedener Hormone und Botenstoffen (Neurotransmitter) und einigen weiteren Faktoren geschuldet. Auffällig ist, dass manifeste Depressionen, die am psychischen Empfinden und am Verhalten des Betroffenen festgemacht werden können, in der Regel von einer biochemisch nachweisbaren Störung der Balance verschiedener Neurotransmitter und Hormone im zentralen Nervensystem (ZNS) begleitet werden. Es ist dabei nicht hinreichend geklärt, ob die biochemischen Auffälligkeiten Ursache oder Auswirkung der Depression sind.

Eine besondere Rolle kommt den Gewebshormonen und Neurotransmittern Serotonin, Dopamin und Noradrenalin zu, weil ihr Level bei Vorliegen einer Depression deutlich gesenkt ist. Die Wirkung tetrazyklischer Antidepressiva (Tetrazyklika) zielt vor allem auf eine Erhöhung des Levels an Noradrenalin, Serotonin und Dopamin ab. Tetrazyklische Antidepressiva und ihre Wirkung im Überblick weiterlesen

Antidepressiva ohne Gewichtszunahme: Die wichtigsten Informationen

Was gibt es für Antidepressiva ohne Gewichtszunahme? – Antidepressiva gelten inzwischen bei einigen psychischen und auch somatischen Beschwerden als Mittel der ersten Wahl. Häufige Anwendungsgebiete sind Depressionen, Angststörungen und Panikstörungen, erhebliche Unruhezustände, soziale Phobien, Zwangsstörungen und sogenannte somatoforme Störungen. Bei Letzteren handelt es sich um körperliche Beschwerden, für die keine organische Ursache gefunden werden kann und für die es vermutlich psychische Gründe gibt. Seit den 1990er-Jahren hat dabei eine neue Generation von Antidepressiva die älteren trizyklischen Antidepressiva abgelöst. Trizyklische Antidepressiva werden aufgrund ihrer chemischen Struktur als solche bezeichnet. Ein Nachteil der älteren Medikamente war, dass sie zwar angstlösend, sedierend und beruhigend wirken, jedoch viele Patienten während der Behandlung erheblich zunehmen. Dies ist ein Effekt, der von den meisten Menschen nicht gewünscht wird. Anbei finden Sie eine Liste typischer Vertreter der alten Medikamente: Antidepressiva ohne Gewichtszunahme: Die wichtigsten Informationen weiterlesen

Stimmungsaufheller pflanzlich – Natürliche Stimmungsaufhellung und ihre Grenzen

Pflanzliche Stimmungsaufheller vs. stimmungsaufhellende Medikamente (Psychopharmaka)

Wer von psychischen Krankheiten wie Depressionen, oft in Zusammenhang mit Stimmungsschwankungen, Ängsten und Erschöpfung betroffen ist, steht häufig unter erheblichem Leidensdruck. Gleichzeitig ist auch die Verunsicherung groß: Die Liste von Methoden und Präparaten zur Stimmungsaufhellung ist so lang, dass selbst der engagierteste Laie schnell den Überblick verliert. Gleichzeitig muten viele Beratungen zum Thema natürliche Stimmungsaufheller eher an wie ein Verkaufsgespräch und Betroffene erhalten von den unterschiedlichsten Seiten mehr oder weniger hilfreiche Meinungen und Ratschläge, was denn nun stimmungsaufhellend wirkt und in welcher (Mindest-)Dosierung.

Welche Mittel helfen wirklich und welche Risiken bestehen? Sollten lieber rezeptfreie pflanzliche Stimmungsaufheller oder doch besser klassische stimmungsaufhellende Medikamente verwendet werden? Stimmungsaufheller pflanzlich – Natürliche Stimmungsaufhellung und ihre Grenzen weiterlesen

Antidepressiva und Alkohol ⚠ Tückische Wechselwirkungen

Antidepressiva gehören zu den gängigsten Psychopharmaka. Zwischen den Jahren 2000 und 2011 haben sich die Verschreibungszahlen alleine in Deutschland verdoppelt (Ärzteblatt), und es gibt noch diverse rezeptfreie Antidepressiva. Dieser Trend ist nicht unumstritten, jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Ausführungen. Patienten, die Antidepressiva einnehmen, stellen sich berechtigte Fragen:

  • Inwiefern muss ich mein Leben der Erkrankung und den Medikamenten anpassen?
  • Und vor allem: Darf ich in Verbindung mit Antidepressiva Alkohol konsumieren? – Sämtliche Beipackzettel warnen explizit vor einem Mischkonsum. Die Frage, ob Antidepressiva mit Alkohol kombiniert werden dürfen, ist generell gesehen deswegen eindeutig mit einem „Nein“ zu beantworten.

Welche Gründe hierfür vorliegen, lesen Sie in den folgenden Ausführungen. Antidepressiva und Alkohol ⚠ Tückische Wechselwirkungen weiterlesen

Mirtazapin absetzen richtig gemacht: Ausschleichen gegen Absetzerscheinungen

Machen Antidepressiva wie Mirtazapin abhängig? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung entsprechende Arzneien einnehmen müssen. – Dr. Barop, Neurologe aus Hamburg, verneint ein Abhängigkeitspotenzial und erläutert:

„Es gibt einen gewissen Gewöhnungseffekt, der bei fast allen Medikamenten auftritt. Und deshalb muss man Antidepressiva aufdosieren und wieder abdosieren. Aber eine richtige körperliche Abhängigkeit gibt es nicht.“

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