Archiv der Kategorie: Magazin

Bedeutung der Diagnose F41.0 laut ICD 10

Die Panikstörung F41.0 findet sich in der ICD-10 unter „F41 – andere Angststörungen“. Hier sind die Ängste aufgeführt, die als eindeutig sekundär und weniger ausgeprägt beschrieben werden. Angst ist zwar Hauptsymptom, bezieht sich aber auf keine bestimmte Umgebungssituation. Andere Angstelemente sind eher sekundär und weniger ausgeprägt. Zu der Panikstörung gehört – als Unterpunkt 41.01 – die Panikstörung mit Agoraphobie. Bedeutung der Diagnose F41.0 laut ICD 10 weiterlesen

Wenn die Angst vor Einbrechern / Einbruch krankhaft wird

Angst vor Einbrechern ist in der Psychologie ein Randthema. Wir kennen in Deutschland keinen Fachbegriff dafür. Vielleicht gilt diese Angst als zu „normal“ oder aber zu wenig Betroffene suchen sich Hilfe. Die Angst vor Einbruch und Diebstahl wird zu oft einfach hingenommen.

Wenn aus Sorgen Angst wird

Gelegentliche Gedanken, wie das eigene Hab und Gut geschützt werden kann, sind normal. Es ist auch nichts Ungewöhnliches, wenn aktuelle Nachrichten von Einbrüchen in der Nachbarschaft oder Gemeinde solche Sorgen verstärken. Selbstverständlich möchten wir unsere eigenen Werte und Eigentümer schützen. Das ist zunächst ein ganz natürlicher Vorgang.

Wer möchte und kann, schützt sich mit zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen. Dazu zählen Verbesserungen der Haustechnik (Fenster, Türen und Schlösser) sowie die Einhaltung gewisser Verhaltensregeln (niemanden wissen lassen, wenn man nicht Zuhause ist, keine Schlüssel unter der Matte liegen lassen usw.).

Bleiben die Sorgen trotz dieser Maßnahmen erhalten oder verstärken sich sogar, kann sich eine Angststörung anbahnen. Typisch für krankhafte Angststörungen ist unter anderem die Irrationalität. Wenn die Angst vor Einbrechern / Einbruch krankhaft wird weiterlesen

Meditation für Anfänger: Meditieren lernen, aber wie?

Meditation lernen – eine Anleitung

Wäre es nicht schön, wenn es ein Mittel gegen psychische Erkrankungen gäbe, welches wir selbst erlernen können und keine Nebenwirkungen hat? – Meditieren! – Die heilende Kraft der Meditation zählt seit Jahrhunderten in Religionen, wie zum Beispiel dem Buddhismus, zur Basis für eine solide psychische Grundkonstitution.

Der Gedanke, unser Denken zu lenken ist also nicht neu. Die durch die Meditation erlangte psychische Stabilität, innere Haltung, Konzentration sowie Entspannung kann bei der Behandlung von Depressionen, Ängsten und Panikerkrankungen eine große Hilfe sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Lernfähigkeit des Gehirns mittels Meditation für Anfänger gezielt für sich nutzen können. Meditation für Anfänger: Meditieren lernen, aber wie? weiterlesen

Bedeutung der Diagnose F44.2 laut ICD-10

Die Diagnose F44.2dissoziativer Stupor – findet sich in der ICD- 10 unter F44 Dissoziative Störungen, auch Konversionsstörungen genannt. Diese Störungen beziehen sich auf das

  • Erinnerungsvermögen,
  • das Bewusstsein der eigenen Identität,
  • auf die Wahrnehmung von unmittelbaren Empfindungen und
  • die Kontrolle der Körperbewegungen.

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Bedeutung der Diagnose F42.1 laut ICD 10

Jan ist 28 Jahre alt und beschreibt seine „Marotte“ (die später die Diagnose F42.1 vom Arzt erhält) folgendermaßen:

„Ich dusche ziemlich viel, lange, wasche mir auch häufig die Hände mit einem bestimmten Ritual. Jetzt wasche ich erst mal so den groben Schmutz weg, dann noch ein zweites Mal sicherheitshalber. Jetzt gehe ich beim nächsten Mal ein bisschen mehr in die Tiefe. Das heißt, ich fange noch an, das Handgelenk mitzuwaschen, dann zwischen den Fingern zweimal, immer zweimal, damit es, falls es das erste Mal nicht war, gutgeht. Und jetzt kommen noch mal die Finger einzeln.“ (youtube.com/watch?v=qsr6pnAysuM)

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Stalking, und die Angst der Opfer vor dem Stalker

Stalking kann jeden treffen. Es beeinflusst die gesamte Lebensgestaltung. Wer von einem solchen Geschehen betroffen ist, muss sich ständige Belästigungen durch den Stalker durch Anrufe, Bedrohungen und Nachstellungen gefallen lassen. Es kann im Verlauf des Stalkings zu verbalen Attacken, massiven Bedrohungen, sexuellen Anzüglichkeiten, nächtlichen Anrufen und ähnlichen Übergriffen kommen. Die Stalking-Opfer fühlen sich selbst in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Stalking, und die Angst der Opfer vor dem Stalker weiterlesen

Lichttherapie gegen Depressionen – Mit Tageslichtlampe die Psyche stärken und Wohlbefinden erhöhen

Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, das Wetter schlechter und Sonne Mangelware wird, dann wirkt sich dies auch auf die Psyche aus. Denn der Lichtmangel regt die Ausschüttung des Hormons Melatonin an, und dieses macht nicht nur müde, sondern drückt auch auf die Stimmung. Das trübe Wetter tut ein Übriges. Auch der Körpervorrat an Vitamin D sinkt mit der Zeit immer weiter ab und kann neben dem steigenden Osteoporose-Risiko das Immunsystem und die Stimmung stark beeinflussen. Lichttherapie gegen Depressionen – Mit Tageslichtlampe die Psyche stärken und Wohlbefinden erhöhen weiterlesen

Psychopathie vs. Soziopathie – Wann bezeichnet man Menschen als Psychopathen bzw. soziopathisch?

Der Unterschied zwischen Psychopathie und Soziopathie und die Gemeinsamkeiten

Im sprachlichen Alltag werden besonders rücksichtslose Menschen, die wenig Einfühlsamkeit für ihre Mitmenschen aufbringen, als Psychopathen bezeichnet. Der Begriff Psychopath entstammt dem Griechischen und bedeutet so viel wie Seele und Leiden. Der Soziolpath geht auf das lateinische „socius“ zurück. Damit ist schon angedeutet, dass soziopathisch etwas mit dem Gegenüber, dem Mitmenschen und der umgebenden Welt zu tun hat.

Die psychiatrische Fachwelt geht von einem Krankheitsbild aus, das verschiedene Ursachen haben kann, aber im Endeffekt nicht heilbar ist. Psychopathie vs. Soziopathie – Wann bezeichnet man Menschen als Psychopathen bzw. soziopathisch? weiterlesen

Bedeutung der Diagnose F40.0 laut ICD 10

Der Diagnoseschlüssel des ICD-10 ordnet bestimmte Erkrankungen einer Kennziffer zu. Diese Verschlüsselung wurde zum Schutz des Patienten eingerichtet. Allerdings kann jeder Arbeitgeber heutzutage die auf der Krankschreibung angegebene ICD-10-Kennzahl entschlüsseln. Dem Patienten wird vom Arzt hoffentlich erklärt, dass er an einer Agoraphobie erkrankt ist. Agoraphobie ist ein anderer Begriff für Platzangst. Diese psychische Erkrankung verbirgt sich hinter der Diagnose F40.0 laut ICD 10. Sie beschreibt eine konkrete Angst vor bestimmten Situationen. Bedeutung der Diagnose F40.0 laut ICD 10 weiterlesen

Elontril – Erfahrungen zu Nebenwirkungen, Wirkung und Wechselwirkungen des Antidepressivums

Elontril wird als schwach wirksamer selektiver Wiederaufnahmehemmer von Dopamin und Noradrenalin eingestuft. Elontril ist der Handelsname für ein Medikament, das als Monopräparat Bupropion als einzigen pharmakologischen Wirkstoff enthält (siehe Bupropion Wirkung).

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Tianeptin / Tianeurax – Erfahrungen zu Wirkung, Nebenwirkungen und Dosierung

Bei Depressionen von Erwachsenen kommt in neuerer Zeit häufiger das Medikament Tianeurax (Tianeptin) als neuartiges Antidepressivum zur Anwendung. Eingeführt und zugelassen wurde dieses Präparat erst 2011/2012. Tianeurax gehört in die Gruppe der trizyklischen Antidepressiva, denen der Hersteller relativ geringe Nebenwirkungen bescheinigt.

Fachleute erklären, dass Tianeurax ein sogenannter „Serotonin-Reuptake-Enhancer“ (SRE) ist und damit – anders als andere Antidepressiva – die Wiederaufnahme von Serotonin verstärkt, statt diese zu verringern oder hemmen. Genau deswegen ist umstritten, ob die antidepressive Wirkung so oder durch andere Effekte eintritt. Tianeptin / Tianeurax – Erfahrungen zu Wirkung, Nebenwirkungen und Dosierung weiterlesen

Sozialer Rückzug / Soziale Isolation als Folge psychischer Erkrankung

Nach dem plötzlichen Unfalltod ihres 79-jährigen Mannes gerät das Leben seiner gleichaltrigen Frau Erna aus den Fugen. Zunächst ist sie noch in der Lage, alles Nötige wie die Beisetzung zu organisieren. Doch nachdem die erste Hektik und Flut an Beileidsbekundungen abgeflaut ist, fällt Erna in ein tiefes schwarzes Loch. Stundenlang sitzt sie auf dem Sofa und starrt lethargisch die Wände ihrer Wohnung an. Erna schämt sich, keine echte Trauer zu empfinden, nicht eine einzige Träne um ihren geliebten Hubert vergießen zu können. Mehr und mehr zieht sie sich in ihr Schneckenhaus zurück, und selbst ihre 50-jährige Tochter kann die emotionale Barriere zu ihr nicht durchbrechen. Erna leidet unter Depressionen, die über Wochen anhalten. Ihr sozialer Rückzug geht schließlich so weit, dass sie das Haus nicht mehr verlässt. Sozialer Rückzug / Soziale Isolation als Folge psychischer Erkrankung weiterlesen

Zwangshandlung – Beispiele, Ursachen und Therapie bei Zwangshandlungen

Jeder Mensch weiß, was ein Zwang ist. Eine Zwangshandlung resultiert aus einem inneren Zwangsdenken heraus. Sie entsteht im Rahmen einer Störung, die den Betroffenen zwangsweise dazu bringt, etwas zu tun – zum Beispiel, sich zum x-ten Male die Hände zu waschen. Ein anderes Beispiel wäre, dass jemand zwanghaft etwas kaufen oder am Glücksspiel-Automaten spielen muss, obwohl er bereits Schulden hat. Der Betroffene kann aber nicht anders. Solche Störungen kommen schon bei Kindern vor.

Auslöser und Grundlage solcher Zwangshandlungen sind oft zwanghafte Gedanken. Beim Waschzwang ist es oft die Angst vor Keimen und Bakterien, die zur Ursache des ständigen Händewaschens wird. Beim Kaufzwang Zwangshandlung – Beispiele, Ursachen und Therapie bei Zwangshandlungen weiterlesen

Anhedonie: Wie zeigt sich die Freudlosigkeit und wie lässt sie sich bewältigen?

Als Anhedonie wird eine allgemeine Freudlosigkeit bezeichnet. Die Anhedonie stellt selbst keine psychische Krankheit dar. Sie kann jedoch zu den Symptomen verschiedener psychischer Krankheiten gehören. Zum Beispiel kann die anhaltende Freudlosigkeit auf eine depressive Störung hindeuten. Anhedonie: Wie zeigt sich die Freudlosigkeit und wie lässt sie sich bewältigen? weiterlesen

Dissoziale (antisoziale) Persönlichkeitsstörung | Was kennzeichnet Dissozialität und antisoziales Verhalten?

In der Psychiatrie und Psychologie werden 11 verschiedene Persönlichkeitsstile unterschieden. Sind einzelne Persönlichkeitsstile sehr ausgeprägt, weichen sie deutlich von der Norm ab und belasten sie die Betroffenen selbst und/oder die Umwelt erheblich, spricht man von einer Persönlichkeitsstörung. Gesellschaftlich am problematischsten ist dabei die antisoziale Persönlichkeitsstörung respektive dissoziale Persönlichkeitsstörung.

Wir wollen Ihnen im Folgenden einen Überblick geben, welche Merkmale die antisoziale Persönlichkeitsstörung ausmachen, wie die Diagnose gestellt werden kann und welche Behandlungsformen man bisher kennt. Dissoziale (antisoziale) Persönlichkeitsstörung | Was kennzeichnet Dissozialität und antisoziales Verhalten? weiterlesen

Was ist mit Psychohygiene gemeint? Und wie mache ich das im Arbeitsalltag und im Privaten?

Psychohygiene ist ein ausgesprochen positiver Bereich der angewandten Psychologie. Hierbei geht es darum, sich und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Durch einen achtsamen, mitfühlenden, wertschätzenden und liebevollen Umgang mit der eigenen Person können sich Betroffene von unnötigem Ballast befreien und so die seelische Gesundheit und Zufriedenheit (psychosoziale Gesundheit) erlangen. Was ist mit Psychohygiene gemeint? Und wie mache ich das im Arbeitsalltag und im Privaten? weiterlesen

Metakognition und metakognitive Therapie bei Angststörungen und Depressionen

Metakognitionen sind übergeordnete geistige Strukturen. Sie sorgen dafür, wie wir unser Wissen anwenden, Entscheidungen treffen und in bestimmten Situationen agieren. Bei den meisten Menschen läuft ein Großteil dieser mentalen Prozesse unbewusst ab. In der Psychologie / Psychotherapie werden mit der metakognitiven Therapie (MCT) hervorragende Ergebnisse bei Angststörungen aller Art erzielt. Metakognition und metakognitive Therapie bei Angststörungen und Depressionen weiterlesen

Das Schlafmittel Zolpidem und seine Nebenwirkungen

Bei Zolpidem handelt es sich um einen modernen maßgeschneiderten Wirkstoff aus der Gruppe der “Z-Drugs”, zu denen auch Zopiclon und Zaleplon gehören. Die Substanz hat starke schlaffördernde Wirkung und wird deswegen zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt.

Obwohl es als Imidazopyridin mit den Benzodiazepinen strukturell nicht verwandt ist, sind Einsatzgebiet und Wirkung vergleichbar. Derzeit stellt Zolpidem das in den USA und Deutschland am häufigsten verordnete Schlafmittel dar. Es wird im deutschsprachigen Raum unter den Handelsnamen Stilnox, Bikalm, Ivadal, Mondeal, Zoldem oder Zoldorm vertrieben.

Das Schlafmittel Zolpidem kam in Europa 1988 auf den Markt. Die Substanz wurde erstmals 1992 in den USA zugelassen und wird dort derzeit bis zu 15 Millionen mal jährlich verschrieben. Als Ambien zählt es zu den bekanntesten Medikamenten überhaupt. Dies lässt sich auch dadurch erklären, dass zunächst der Eindruck vorherrschte, dass Zolpidem im Gegensatz zu Benzodiazepinen keine Abhängigkeit verursacht. Mittlerweile weiß man jedoch, dass bei allen Z-Drugs das gleiche Problem von Sucht und Abhängigkeit auftreten kann und dass auch Zolpidem Entzug mit Komplikationen verbunden ist. Das Schlafmittel Zolpidem und seine Nebenwirkungen weiterlesen

Psychologischer Psychotherapeut – was ist das Spezielle daran?

Unterschiedliche „Arten“ von Psychotherapeuten?!

Die meisten Menschen, die noch nie eine Psychotherapie erlebt haben, kennen sich mit den begrifflichen Feinheiten und den verschiedenen therapeutischen Konzepten dieses Berufsfeldes nicht aus. Sie unterscheiden bestenfalls zwischen einem Psychotherapeuten und einem Psychiater. Oftmals wird zusammenfassend von „Psychologen“ gesprochen. Manche Menschen kennen noch die Heilpraktikerin, die eine psychologische Zusatzausbildung abgeschlossen hat. Zu den speziellen Richtungen der Psychotherapie wissen oft nur vorgebildete Menschen etwas mehr zu sagen. Psychologischer Psychotherapeut – was ist das Spezielle daran? weiterlesen

Loslassen lernen: Vergangenheit, Menschen, Gedanken – Welche Methode funktioniert?

Loslassen ist ein ganz normaler Prozess menschlichen Lebens. Wir trennen uns von Partnern und Freunden, wechseln Wohnorte und Arbeitsverhältnisse oder die Kinder ziehen aus. Manchmal fällt das Loslassen leicht und ist sogar gewünscht. In anderen Fällen kann die Kraft zum Loslassen zunächst fehlen und ein Loslösungsprozess sehr schmerzhaft sein. Was hilft? Gibt es bestimmte Methoden, die helfen, Abstand zu gewinnen? – Vergangenheit loslassen lernen – darum geht es im folgenden Artikel. Loslassen lernen: Vergangenheit, Menschen, Gedanken – Welche Methode funktioniert? weiterlesen

Angsttherapie – Möglichkeiten von Psychotherapie(n), Selbsthilfe und anderen Angeboten im Überblick

Angsttherapie meint in der Regel irgendeine Form von Psychotherapie. Und psychotherapeutische Verfahren gibt es einige – offiziell anerkannte und von den Krankenkassen bezahlte, ebenso wie (teilweise ebenso gut funktionierende) Verfahren und Methoden, die nicht Kassenleistung sind. Bei dramatisch ausgeprägten Ängsten und Phobien kommen mitunter auch Psychopharmaka Medikamente zum Einsatz. Doch bevor es so weit kommt, gilt es erst einmal, eine fundierte belastbare Diagnose zu haben. Spätestens dann zumindest, wenn Selbsthilfe-Maßnahmen nicht mehr helfen. – Wenn wir im Folgenden also das Thema Angsttherapie beleuchten wollen, müssen wir erst einmal differenzieren, (ab) wann man von Angststörung und Angsterkrankung spricht. Und was Furcht und Phobien in diesem Kontext meinen. – Also: Eins nach dem anderen: Angsttherapie – Möglichkeiten von Psychotherapie(n), Selbsthilfe und anderen Angeboten im Überblick weiterlesen

Die Psychodrama Methode in der Psychotherapie mit Gruppen

Der Arzt Jacob Levy Moreno (1890–1974) wollte mit der kreativen Methodik des Psychodramas bewusst einen Gegenentwurf zu Freuds Psychoanalyse entwickeln. Seine eigene psychotherapeutische Richtung sollte deutlich handlungsorientierter sein als die gesprächsbasierte Psychoanalyse. Der Patient sollte in Rollenspielen und szenischen Darstellungen dazu aufgefordert werden, in eigener Sache aktiv zu werden, statt auf der Couch zu liegen und seine Geschichte zu erzählen.

Heute gilt die Psychodrama-Methode als eines der einflussreichsten Verfahren der Psychotherapie. Es hat seine Spuren in diversen Psychotherapie-Verfahren – etwa der Gestalttherapie, der Transaktionsanalyse oder der Familientherapie – hinterlassen. Die Psychodrama Methode in der Psychotherapie mit Gruppen weiterlesen

Furcht und Angst – Über das Furchtgefühl und die Definition von Furchtsamkeit

Gute Frage: Wie verhalten sich eigentlich Furcht und Angst zueinander?

  • Sind beide per Definition Synonyme für dasselbe Gefühl?
  • Ist ein furchtsamer Mensch dasselbe wie ein Angsthase?
  • Entstammt ein Furchtgefühl immer einer Furchtkonditionierung?
  • Hat ein Mensch, der furchtlos wirkt, niemals Angst?

Solche Fragen sollen hier geklärt werden. Zunächst soll eine Definition von Furcht zeigen, wo die Unterschiede liegen.

Furcht und Angst – Über das Furchtgefühl und die Definition von Furchtsamkeit weiterlesen

Risperidon / Risperdal in der Kritik | Einsatzgebiete, Wirkung und Nebenwirkungen im Überblick

Risperidon respektive Risperdal wird gehäuft in der Psychiatrie verschrieben. Der Arzneistoff gehört in die Gruppe der hochwirksamen Neuroleptika. Diese werden in der Psychiatrie vorrangig bei der Behandlung von Schizophrenie eingesetzt.

In der Fachwelt wird Risperidon oft als ein „atypisches Neuroleptikum“ bezeichnet. Die Risperidon Nebenwirkungen unterscheiden sich beispielsweise bezüglich der Nebenwirkungen von den klassischen Neuroleptika-Vorläufern, die früher verordnet wurden. Ob das wirklich so stimmt, ist aber nicht eindeutig bewiesen. Manche Studien widersprechen dem. 2003 wurde der potente Wirkstoff in die WHO-Liste der „unentbehrlichen“ Arzneimittel aufgenommen. Risperidon / Risperdal in der Kritik | Einsatzgebiete, Wirkung und Nebenwirkungen im Überblick weiterlesen

Vitamin D Mangel – Zusammenhang mit Depressionen u.a. psychischen Erkrankungen?

Wie groß ist das Problem mit Vitamin D3 Mangel wirklich?! – Die meisten Menschen wissen, dass der „Winterblues“ auf Lichtmangel beruht. Genau gesagt, handelt es sich beim „Herbst- oder Winterblues“ um eine saisonbedingte Depression. An dieser leiden viele Menschen, die in Ländern wie Deutschland, Island oder skandinavischen Ländern leben. Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit führt zu einem latenten bis gravierenden Mangel an Vitamin D. Dieses Vitamin kann der Körper über die Haut selbst bilden. Das geschieht durch eine ausreichende Bestrahlung mit Sonnenlicht. Vitamin D Mangel – Zusammenhang mit Depressionen u.a. psychischen Erkrankungen? weiterlesen

Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung – Was bedeutet das?

Wenn aus Ängstlichkeit eine „ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung“ geworden ist… – Diagnose und Behandlung

Die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (siehe auch: selbstunsichere Persönlichkeitsstörung) ist eine psychische Störung, bei der eine Spannung zwischen dem Wunsch nach sozialer Anerkennung und einer zugleich hohen Sensibilität für Kritik und Ablehnung besteht. Betroffene haben eine beständige und große Sehnsucht nach Zuneigung, Nähe oder nach sozialer Akzeptanz. Gleichzeitig sind sie sehr unsicher, ängstlich und haben oft Minderwertigkeitsgefühle und reagieren dementsprechend sehr sensibel auf Kritik und fürchten Ablehnung und Zurückweisung. Das führt dazu, dass viele Betroffene soziale Situationen meiden. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der einen hohen Leidensdruck verursachen kann. Oftmals führt das ängstliche Vermeidungsverhalten in die soziale Isolation. Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung – Was bedeutet das? weiterlesen

Systemische Therapie erklärt – Was ist das, und wie läuft diese Form von Psychotherapie?

Die systemische Therapie ist auch als systemische Familientherapie bekannt. Es geht dabei um ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren mit Schwerpunkt auf den sozialen Kontexten von psychischen Störungen. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Betonung dieser Methode auf den Interaktionen zwischen Familienmitgliedern liegt, aber auch deren weitere Umgebung berücksichtigt.

Jedes familiäre Universum enthält dieser Therapierichtung zufolge unausgesprochene Normen. Diese betreffen das Zusammenleben – und somit auch das Entstehen und den Umgang mit psychischen Störungen. Man könnte auch von innerfamiliären Verhaltensregeln sprechen, die oft nicht direkt ausgesprochen werden, aber jedem in diesem kleinen Universum bewusst sind. Es geht bei der systemischen Therapie also um ein soziales System, um Beziehungsgeflechte und deren Funktionieren oder Versagen.

Folglich bezieht die systemische Therapie nicht nur den Patienten in die Therapie ein, sondern auch einige oder alle Mitglieder seines sozialen Umfelds. In 2020 ist die systemische Therapie eine in Deutschland offiziell anerkannte Therapieform. Sie kann somit als Kassenleistung in Anspruch genommen werden. Die gesetzlichen Krankenkassen akzeptieren bisher nur vier verschieden Therapieverfahren als wissenschaftlich nachweislich hilfreich. Systemische Therapie erklärt – Was ist das, und wie läuft diese Form von Psychotherapie? weiterlesen

Ritalin und unsere Psyche – Einsatzgebiete, Wirkung, Nebenwirkungen, Erfahrungen

Viele Menschen, die über die Nutzung von Medien gut informiert sind, haben schon einmal von Ritalin gehört. Die meisten Menschen wissen von diesem Medikament, dass es umstritten ist. Es wurde jahrelang ADHS-Kindern zur Beruhigung verabreicht. Mittlerweile ist vielen Menschen aber auch bewusst, dass Ritalin als Droge von Drogensüchtigen missbraucht wird. In diesem Kontext unterliegt es jedoch dem Betäubungsmittelgesetz (BTM). Diese Verwendung sagt auch etwas über die euphorisierende und stimulierende Wirkung von Ritalin. Ritalin und unsere Psyche – Einsatzgebiete, Wirkung, Nebenwirkungen, Erfahrungen weiterlesen