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Opipramol im Überblick

Opipramol ist eines am häufigsten verschriebenen Präparate im Kontext von psychischen Erkrankungen. Es dient häufig als unterstützendes Medikament im Zusammenspiel mit einer psychotherapeutischen Behandlung. Wie es wirkt, welche Dinge beim Einnehmen zu beachten sind, woher das Medikament zu bekommen ist und welche Erfahrungen während der Behandlung typisch sind, erfährt der Leser innerhalb der folgenden Abschnitte.

Was ist Opipramol, wir wirkt es?

Opipramol stellt einen Arzneistoff dar, welcher u.a. von den pharmazeutischen Unternehmen Hexal und Neuraxpharm bereitgestellt wird. Weiterhin wird das Medikament unter dem Namen Insidon von Laboratoires Juvise Pharmaceuticals verkauft. Insidon enthält jenen Stoff, welcher auch bei Opipramol zum Einsatz kommt. Allerdings kennen die meisten Betroffenen und Therapeuten das Medikament nicht unter dem Namen Insidon.

Opipramol wird zu den sogenannten Dibenzazepinen gezählt. Es kann in unterschiedlichen Varianten gekauft werden. Dazu zählt die Variante mit 50 mg Wirkstoff und jene mit 100 mg. Das Mittel wird zu Filmtabletten verarbeitet. Innerhalb des Arzneimittels sind mehrere Wirkstoffe enthalten. Dazu zählen: Opipramol, Opipramoldihydrochlorid, Titandioxid, Talkum, Siliziumdioxid, Macrogol 6000, Magnesiumstearat, Maisstärke, Hypromellose, Eisen und Zellulose (Quelle: medvergleich.de/inhaltsstoffe/opipramol-dura-50mg-filmtabletten-filmtabletten-mylan-dura-gmbh.html).

Bei Opipramol handelt es sich um ein Mittel aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva. Im Gegensatz dazu stehen:

(Siehe insgesamt: Antidepressiva: Einführung, Überblick, Liste der Mittel)

Opipramol wird/wurde relativ häufig im Kontext von psychischen Erkankungen verschrieben, in der Regel in Kombination mit einer Psychotherapie, siehe auch weiter unten unter „Einsatzbereiche“.

(Bei den meisten psychischen Erkrankungen unterstützt eine Psychotherapie den Betroffenen zusätzlich zu den Medikamenten. Zusammen mit einem Medikament können große Erfolge bei der Bekämpfung der Symptome und deren Ursachen erzielt werden („Kombinationstherapie“). Ein Psychopharmakum lindert psychisch-seelische Symptome und bessert die Stimmung, die Psychotherapie setzt bei der Ursache der Symptome an. Dadurch lässt sich die Krankheit bewältigen und der Betroffene kann schon bald wieder seinen gewohnten Alltagsaufgaben nachgehen.)

Einsatzbereiche

Opipramol wird unter anderem gegen Panikattacken und Angststörungen eingesetzt (siehe Panik / Panikanfälle). Es kann bei einer Angststörung die damit in Verbindung stehenden Angstzustände lindern. Darüber hinaus kann es bei Schlafstörungen und starker Unruhe eingesetzt werden (vgl. auch: innere Unruhe bekämpfen). Schlafstörungen und Unruhe bedingen sich gegenseitig. Die Einnahme soll zu einem besseren Wohlbefinden führen und das Nervensystem beruhigen.

Viele Menschen nahmen Opipramol früher auch gegen Depressionen ein (siehe depressive Episode). Berichte von Patienten zeigten jedoch, dass sich Opipramol besser zur Behandlung von Ängsten eignet. Bei Depressionen wird es daher in der heutigen Zeit seltener verabreicht. Je nach konkreter Gesamtsituation des Patienten sind oft andere Mittel weitaus effektiver, siehe z.B. das vorgenannte Mirtazapin. Das muss aber nicht pauschal gelten, sondern kann nur der verschreibende Psychiater zusammen mit dem Patienten ermitteln.

Dosierung und Nebenwirkungen

Was die Opipramol Dosierung anbelangt, müssen sich Patienten an die Anweisungen des behandelnden Arztes richten (typisch ist Opipramol 50 mg bis Opipramol 100 mg). Darüber hinaus kann auch der Apotheker eine Hilfestellung bieten. Außerdem befinden sich im Beipackzettel des Medikaments zusätzliche Informationen.

Ein erwachsener Mensch erhält Opipramol zu verschiedenen Tageszeiten. Am Morgen und am Mittag wird jeweils eine Tablette eingenommen. Am Abend werden zwei Tabletten verabreicht, damit der Patient eine erholsame Nacht verbringen kann. Natürlich variiert die Dosierung je nach Patient, Geschlecht, Alter, Gewicht und körperlicher bzw. seelischer Verfassung. Bei Unsicherheiten sollte ein Psychiater befragt und ein Bluttest vorgenommen werden.

Das Einnehmen von Psychopharmaka wie Opipramol verursacht bei einigen Anwendern Nebenwirkungen (siehe auch Antidepressiva Nebenwirkung).

  • Besonders häufig klagen Patienten über Müdigkeit, welche im Zusammenhang mit Opipramol eintritt. Die Müdigkeit ist bei einigen Betroffenen sehr ausgeprägt. Sie können ihren Alltagsaufgaben nicht mehr wie gewohnt nachgehen.
  • Auch Kreislaufschwierigkeiten – hier überwiegend Schwindel – können plötzlich auftreten.
  • Darüber hinaus trinken Patienten mehr, da sie häufig von Mundtrockenheit betroffen sind.
  • Viele – vor allem Frauen – beklagen eine Gewichtszunahme. Diese ist besonders dann störend, wenn die Patientin bereits vorm Einnehmen von Opipramol ein erhöhtes Gewicht hatte. Die Ausprägung der Gewichtszunahme ist vom jeweiligen Betroffenen und zahlreichen Faktoren abhängig, zu denen auch genetische Faktoren zählen.
  • Weiterhin klagen Patienten häufig über Benommenheit, Blutveränderungen und Hautreaktionen. Bei älteren Menschen kann Opipramol zusätzlich zu einem Gefühl der Verwirrung führen.

Zu beachtende Dinge beim Einnehmen

Beim Einnehmen gilt es einige Dinge zu beachten. Dazu zählt die Dosierung selbst, welche im Beipackzettel z.B. von Neuraxpharm oder Hexal nachzulesen ist.

Opipramol 50 ist ein stärkeres Medikament, welches unmittelbar auf das Gehirn und seine Funktionen einwirkt.

  1. Daher darf Opipramol unter keinen Umständen mit Alkohol eingenommen werden. Während der Behandlung ist vollkommen vom Verzehr des Alkohols und alkoholischer Süßigkeiten abzusehen. Alkohol kann zur Verschlimmerung der Symptome führen. Darüber hinaus ist es möglich, dass der Wirkstoff nicht am Gehirn ansetzen kann. Außerdem ist das Trinken von Alkohol bei einer Behandlung mit einem derartigen Präparat äußerst gefährlich.
  2. Wer bereits von einer Allergie gegen Opipramol weiß, sollte diese Erkenntnis mit dem Arzt besprechen. Er wird ein anderes Präparat verschreiben, welchen einen anderen Wirkstoff beinhaltet. Dabei ist nicht nur auf eine Überempfindlichkeit gegenüber Opipramol zu achten. Auch eine Allergie gegen trizyklische Antidepressiva kann eine allergische Reaktion auslösen.
  3. Wer bereits MAO-Hemmer einnimmt, sollte unter keinen Umständen Opipramol mit diesen Mitteln kombinieren. Wer es dennoch mit Opipramol versuchen will und vorab MAO-Hemmer zu sich nahm, muss diese bereits abgesetzt haben. Zwischen der Absetzung und der Einnahme von Opipramol sollte ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen liegen.
  4. Weiterhin darf das Medikament nicht beim Vorliegen einer akuten Alkohol-, Schlafmittel-, Schmerzmittel- oder Psychopharmaka-Vergiftung eingenommen werden. Wer von Delirien geplagt wird, muss das seinem Arzt mitteilen. Innerhalb derartiger Zustände ist von der Verwendung von Opipramol abzusehen.
  5. Auch bei gewissen körperlichen Vorerkrankungen muss auf ein anderes Präparat zurückgegriffen werden. Dazu zählen: akutes Harnverhalten, Prostatavergrößerung mit Restharnbildung, Darmverschluss, Grüner Star und diverse Herzerkrankungen.
  6. Zusätzlich muss die Einnahme regelmäßig beobachtet werden, wenn folgende Erkrankungen diagnostiziert wurden: Leber- und Nierenerkrankungen, Epilepsie, Hirnschäden, Alkoholsucht, Störung des Blutbildes, Prostatavergrößerung ohne Restharnbildung, Kalium-Mangel im Blut, Durchblutungsstörungen im Gehirn.
  7. Während einer Schwangerschaft ist von der Einnahme im Grundsatz besser abzusehen. Allerdings muss das in Abwägung der Situation und im Zusammenspiel von Psychiater und ggf. Frauenarzt erfolgen.
  8. Opipramol ist darüber hinaus nicht für die Behandlung von Kindern geeignet.

(Quelle: apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Opipramol-ratiopharm-50mg-Filmtabletten-4609436.html)

Wo kann der Betroffene Opipramol erwerben?

Opipramol ist in sämtlichen Apotheken erhältlich. Das Medikament ist im Regelfall  (zumindest in 50mg) dauerhaft vorrätig, sodass es nicht separat bestellt werden muss. Allerdings benötigen die Apotheken ein vorab ausgestelltes Rezept von einem behandelnden Arzt. Bei Opipramol handelt es sich nicht um ein frei verkäufliches Medikament. Ohne ein Rezept darf der Apotheker das Medikament nicht verkaufen. Es ist wichtig, dass der Patient auf die Gültigkeit des Rezepts achtet und das Datum nicht überschreitet.

Innerhalb von Supermärkten oder Drogerien ist das Medikament nicht erhältlich. Dafür kann es auf dem virtuellen Weg erworben werden. Auch hier muss der Patient der Apotheke sein Rezept zusenden. Gelegentlich finden sich unseriöse Anbieter im Internet, welche Medikamente zu extrem niedrigen Preisen verkaufen. Von derartigen Angeboten muss sich der Patient in jedem Fall fernhalten.

Von einem Missbrauch bei der Einnahme oder beim Kauf ist in jedem Fall abzusehen. Der Missbrauch eines Medikaments
führt schnell zu Folge- bzw. zusätzlichen Erkrankungen. Daher ist das Medikament nur dann einzunehmen, wenn Ängste oder Depressionen vorliegen.

Anwendungsdauer

Die Anwendungsdauer ist vom jeweiligen Betroffenen und von der Ausprägung der Symptome abhängig. Wie schnell wirkt Opipramol? Im Regelfall entfalten derartige Substanzen ihre vollständige Wirkung erst nach einigen Wochen. Dabei ist es notwendig, dass sich der Patient genau an die Dosierungsanleitung hält.

Ab wann hilft Opipramol im Regelfall vollständig? Die erste Wirkung sollte bereits nach kurzer Zeit zu spüren sein. Wer das Medikament ein bis zwei Monate einnimmt, sollte eine enorme Verbesserung feststellen können. Die Anwendungsdauer ist von der Stärke der Symptome abhängig.

Wer es auf Dauer einnimmt und dann absetzen will, muss es in jedem Fall ausschleichen. Das plötzliche Absetzen kann zur Verschlimmerung der Symptome führen. Das Absetzen ist nur unter ärztlicher Kontrolle durchzuführen.

Erfahrungsberichte zu Opipramol 50

Im Internet kann sich der Interessierte innerhalb zahlreicher Rezensionen zum Produkt belesen. Innerhalb der Erfahrungsberichte finden sich häufig Menschen mit Ängsten und Depressionen.

Da dieses Medikament vorwiegend zur Behandlung der Angst eingesetzt wird, sind die Berichte von Angsterkrankten weitaus positiver. Viele verspürten bereits nach wenigen Wochen eine deutliche Verbesserung. Bei manchen Patienten blieb die Wirkung jedoch aus. Sie entschieden sich für ein anderes Präparat.

Auch an einer Depression erkrankte Menschen finden sich hier. Einige berichten darüber, dass sich die Unruhezustände zunehmend verringerten. Doch auch hier gibt es Negativberichte. Der Leser sollte sich an den dargestellten Symptomen orientieren. Sind diese ähnlich wie jene des Betroffenen, sollte er sich anhand der Rezension für oder gegen das Produkt entscheiden.

Rezensionen sind jedoch nur als kleine Orientierung zu verstehen. Jeder Mensch ist individuell und bringt eine andere Geschichte mit. Diese ist gemeinsam mit dem Arzt zu besprechen, sodass eine adäquate Lösung gefunden werden kann.